Wettbewerb

Wissenschaftliches Monopol

Wissenschaftliches Monopol

Wissenschaftliches Monopol

Kopenhagen/Brüssel
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Foto: Stefan Boness/Ipon/Ritzau Scanpix

Abonnements wissenschaftlicher Fachzeitschriften sind teuer und unterliegen Beschränkungen. Die Interessenorganisation der dänischen Universitäten ist der Auffassung, die Verlage nutzen eine monopolartige Stellung aus und suchen Hilfe in Brüssel.

Im Jahr 2017 gaben die öffentlichen Bibliotheken des Landes 208 Millionen Kronen für neue Bücher aus. 204 Millionen Kronen legten die Universitätsbibliotheken im selben Zeitraum für die Abonnements wissenschaftlicher Fachzeitschriften hin – für eine vergleichsweise geringe Zahl an Nutzern. Dies rechnet die Zeitschrift „Magisterbladet” vor. Zugang zu den Zeitschriften erhalten zudem nur Personen, die mit Forschungsinstitutionen verbunden sind. Wissenschaftlich Interessierte ohne Verbindung zu einer Hochschule können die Fachzeitschriften nicht nutzen.

Die seit Jahren laufenden teuren Vereinbarungen mit den Fachzeitschriften kritisiert die Interessenorganisation Danske Universiteter. Sie will nun erreichen will, dass EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sich der Sache annimmt. Nur fünf Verlage besäßen 50 Prozent des globalen Fachzeitschriftenmarktes. Dies sei ein monopolartiger Zustand, kritisiert so Jesper Langergaard, Direktor von Danske Universiteter zu „Magisterbladet. Vereinbarungen unterlägen der Verschwiegenheitspflicht und seinen undurchschaubar, so Langergaard, er führt aus: „Wir möchten, dass die Kommissarin untersucht, ob es einen monopolartigen Zustand im Bereich der wissenschaftlichen Fachzeitschriften gibt. Wir fühlen, es gibt ein Problem."

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