Gesellschaft

Vier von zehn Wählern wechseln ihre Partei

jt
Kopenhagen
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37 Prozent der dänischen Bevölkerung würden derzeit eine andere als ihre bevorzugte Partei wählen. Die Wähler haben eine gewisse „Blockidentität“ erschaffen, meint ein Experte.

Die dänischen Bürger wechseln derzeit ihre bevorzugte Partei wie nie zuvor. Rund vier von zehn Wählern würden ihr Kreuz bei einer anderen Partei setzen, wenn morgen Parlamentswahlen wäre. Das zeigt eine neue Analyse eines Wahlforschers der Uni Kopenhagen, Kasper Møller Hansen, im Auftrag der Medien Altinget und Mandag Morgen.

Die aktuelle Wählersituation ist Hansen zufolge vergleichbar mit der, die sich bei der berühmten Jordskreds-Wahl 1973 abspielte. Damals hatten auch viele Wähler ihrer bevorzugten Partei den Rücken gekehrt.

Die Analyse zeigt jedoch auch, dass die Wähler innerhalb der „Blöcke“ die Parteien wechseln und sich demnach nicht über die politische Mitte hinaus orientieren. „Wir erleben derzeit, dass die Wähler eine starke Blockidentität haben. Sie wissen, ob sie in den roten oder blauen Block gehören“, so Hansen zu Mandag Morgen.

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Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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