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Studienabbruch: Zu hohes oder niedriges Niveau ist häufige Ursache

Studienabbruch: Zu hohes oder niedriges Niveau ist häufige Ursache

Studienabbruch: Zu hohes oder niedriges Niveau ist häufige Ursache

jt/ritzau
Kopenhagen
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Foto: dpa (Symbolfoto)

Nahezu jeder zweite Student, der sein Studium abbricht, gibt an, dass das Niveau entweder zu hoch oder zu niedrig sei. Viele informieren sich zu schlecht, meint der zuständige Minister.

Ein zu hohes oder zu niedriges fachliches Niveau ist die häufigste Ursache für einen Abbruch des Studiums. Das zeigt eine neue Untersuchung des Bildungs- und Forschungsministeriums.

Unter 3.965 Studienabbrechern gibt die Hälfte an, dass das fachliche Niveau der Grund für den Abbruch ist. Uni-Studenten meinen häufig, das bei ihnen das fachliche Niveau zu hoch sei, während die Studenten der Fachhochschulen das Niveau als zu niedrig einstufen.

Der dänische Bildungs- und Forschungsminister, Søren Pind (Venstre), betont, dass viele das falsche Studium wählen. „Die Studenten hätten sich über das jeweilige Studium besser informieren müssen“, so der Minister. Seiner Meinung nach sollten Jugendliche vor ihrer Bewerbung die einzelnen Studienberater mehr nutzen und beispielsweise auch Studenten befragen. „So können sie sich ein realistisches Bild vom Studium machen und wissen auch, was sie erwartet“, erklärt Pind.

Die Studenten weisen diesen Vorwurf zurück und zeigen auf eine dürftige Studienberatung in den Gymnasien. „Wir hören von vielen Studenten, dass sie im Gymnasium keine Studienberatung oder nur wenig Studienberatung hatten. Das ist ein Bereich, der zurzeit von Kürzungen betroffen ist“, meint die Vorsitzende des Studentenvereins (De Studerendes Fællesråd), Sana Mahin.

Im Durchschnitt bricht jeder sechste Student sein Studium innerhalb des ersten Studienjahres ab.

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