Corona-Krise

Schwimmhallen und Fitness-Studios sollen am Montag wieder öffnen können

Schwimmhallen und Fitness-Studios sollen am Montag wieder öffnen können

Schwimmhallen und Fitness-Studios sollen am Montag öffnen

cvt, Ritzau
Kopenhagen
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Schwimmhallen können möglicherweise am Montag wieder Besucher empfangen. (Archivfoto) Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Der nächste Schritt der Wiederöffnung ist beschlossene Sache. Der Dänische Sportverband reagiert erleichtert auf die Maßnahme.

Regierung und die Folketingsfraktionen haben sich darauf geeinigt, dass sämtliche überdachte Sportstätten, die nicht bereits vom Wiederöffnungsplan im Zuge der Corona-Krise umfasst sind, am Montag, 8. Juni, wieder öffnen können. Die Maßnahme umfasst unter anderem Schwimmhallen, Spielländer und Fitnesszentren. Das hat das Kulturministerium am Sonnabendabend bestätigt.

Zunächst hatte „Jyllands-Posten“ über das Vorhaben berichtet.

Verhandlungen waren schnell abgeschlossen

Sämtliche überdachten Sportstätten sind seit März in Dänemark geschlossen. In einem Brief an die Parteispitzen, der mehreren Medien vorliegt, hatte Regierungschefin Mette Frederiksen (Soz.) am Freitag geschrieben, dass die Regierung Verhandlungen in Hinblick auf eine Absprache spätestens zum 8. Juni bezüglich Sport- und Vereinsleben einleiten möchte.

Laut „Jyllands-Posten“ ist das schreiben am Freitagabend vom Kulturministerium an die Folketingsfraktionen herausgegangen.

Darin heißt es, dass die Sporteinrichtungen selbst konkrete gesundheitliche Richtlinien aufstellen sollen.

Zuvor hatte die sozialdemokratische Regierung bereits durchsickern lassen, dass das Versammlungsverbot am Montag auf Gruppen von 50 Personen und mehr angehoben werden soll.

Laut Regierungsplan soll es drei Schritte geben – im zweiten Schritt a, 8. Juli soll die Obergrenze auf 100 Personen, am 8. August dann für bestimmte Veranstaltungen auf 200 Personen angehoben werden. Derzeit beträgt die maximale Zahl zehn Personen.

Positive Reaktionen der Folketingsparteien

Vertreter von Venstre, Konservativen, Sozialistischer Volkspartei (SF) sowie der Einheitsliste hatten sich am Sonnabend optimistisch dazu geäußert, das eine schnelle Einigung erzielt werden kann. Charlotte Broman Mølbæk, sportpolitische Sprecherin der SF-Fraktion, sagte vor Beginn der Verhandlungen zu „Jyllands-Posten“, sie wolle zunächst mehr über die Richtlinien in Erfahrung bringen, ihre Partei unterstütze das Vorhaben im Grunde genommen jedoch.

Diese Haltung wurde beibehalten – auch von allen anderen Fraktionen gab es Zustimmung –und der Schritt, die Sport- und Freizeitstätten zu öffnen wird somit um einige Wochen vorgezogen. Der Geschäftsführer des Dänischen Sportverbandes (DIF), Morten Mølholm Hansen, sprach von einer „riesigen Erleichterung“ für den dänischen Breiten- und Spitzensport sowie die Gesellschaft insgesamt.

Anmerkung der Redaktion: Der Bericht vom 15:41 Uhr wurde um 20:57 grundlegend aktualisiert.

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