Migration

Samuelsen: Keine schnelle Lösung für Migranten

jt/ritzau
Brüssel
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Anders Samuelsen (l.) nach dem Treffen in Brüssel. Foto: Scanpix

Laut dem dänischen Außenminister gibt es nur einen Weg für Migranten – und der ist zurück.

Schnelle Lösungen, die Italien mit den vielen Flüchtlingen und Migranten helfen können, gibt es nicht. Das meint der dänische Außenminister Anders Samuelsen (Liberale Allianz) am Montag vor einem Treffen mit seinen europäischen Amtskollegen in Brüssel. „Dieses Problem kann nicht von einen Tag auf den anderen gelöst werden. Wir brauchen Lösungen, die auch in Zukunft helfen können. Und das, indem wir den Migrationsstrom stoppen. Wir müssen ein klares Signal senden, dass man nicht Asyl bekommt, nur, weil man ein Wirtschaftsflüchtling ist“, so der Außenminister. Ihm zufolge gibt es für diese Migranten nur einen Weg – und der heißt wieder zurück.

Italien hatte die EU darum gebeten, Verantwortung für die vielen in Italien ankommenden Flüchtlinge zu übernehmen. Sie hatten sogar gedroht, die Flüchtlinge mit amtlichen Visa auszustatten, damit diese frei in die EU weiterreisen können. Eine Lösung, die Samuelsen kritisiert. Er meint, dass die EU stattdessen die Länder unterstützen sollten, aus denen die Flüchtlinge kommen.

Die vielen Flüchtlinge kommen primär aus Afrika, wo sie hohe Summen an Menschenschmuggler bezahlen, damit diese sie – oft in Schlauchbooten – über das Mittelmeer nach Italien bringen. Die Außenminister der EU diskutieren immer wieder, was gegen die zunehmende Einwanderung unternommen werden soll.

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