Soziales

Parteien: Sozial belastete Gruppen sollen ihren Anteil bekommen

jt
Kopenhagen/Odense
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Die Sozialbehörde in Odense. Foto: jt

Alle Parteien, die hinter dem Topf für Sondermittel stehen, sind sich einig: Das von einer Behördenleiterin veruntreute Geld soll an die ursprünglich vorgesehenen Gruppen ausgezahlt werden.

Die schwächsten der Gesellschaft sollen nicht dafür büßen, dass eine Mitarbeiterin bei der Sozialbehörde das für sie vorgesehene Geld in die eigene Tasche steckte. Das meinen die Parteien, die hinter dem Topf für Sondermittel stehen (satspulje), berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Sie wollen nun dafür sorgen, dass das Geld auch dort ankommt, wo es hingehört.

Wie das Finanzministerium in einer Pressemitteilung jedoch unterstreicht, kann sich der veruntreute Geldbetrag als größer, als die zunächst erwarteten 111 Millionen Kronen erweisen. Bisher seien die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen.

„Das veruntreute Geld war für sozial belasteten Gruppen in Dänemark bestimmt. Deshalb sind wir der Meinung, dass sie das Geld auch bekommen sollen“, erklärt der dänische Finanzminister Kristian Jensen (Venstre). Zudem sei er zutiefst darüber verärgert, wie so viel Geld unbeachtet in der Sozialbehörde veruntreut werden konnte.

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