Medienpolitik

Offenheit über Chefgehälter bei den Medien spaltet die Regierung

Offenheit über Chefgehälter bei den Medien spaltet die Regierung

Offenheit über Chefgehälter bei den Medien spaltet die Regierung

jt/ritzau
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
DR steht derzeit in der öffentlichen Kritik. Foto: Scanpix

Die Regierungsparteien Venstre und Konservative wollen mehr Offenheit über die Chefgehälter der Medien, die Medienunterstützung (Mediestøtte) beziehen. Ihre Regierungskollegen von der Liberalen Allianz nennt diesen Vorschlag eine Bevormundung der Medien.

Während sich in der Gesellschaft eine Mehrheit für mehr Offenheit bei den Chefgehältern unter den staatlich unterstützten Medien stark macht, ist die Regierung hingegen gespalten. Venstre und Konservative wollen, dass die Medien die Gehälter ihrer Direktoren vorlegen. Die Liberale Allianz (LA) ist gegen einen solchen Vorschlag.

„Wen man nun möchte, dass die Medien die Gehälter ihrer Chefs vorlegen, dann ist es womöglich, weil man denkt, dass sie zu viel verdienen. Demnach würde man die Chefgehälter staatlich festlegt. Wir wollen eher die Medienunterstützung kürzen“, sagt LA-Sprecher für Medien, Leif Mikkelsen.

Aufgrund mehrerer Enthüllungen über Chefgehälter beim öffentlich-rechtlichen TV- und Radiosender DR (Danmarks Radio) nahm das Interesse diesbezüglich in der Öffentlichkeit zu. Das Gewerkschaftsmagazin Journalisten, hatte nach der öffentlichen Kritik von DR die Medienchefs der anderen Medien gebeten, ihre Gehälter vorzulegen. Lediglich fünf von 20 taten dies.

„Die Medienchefs verlangen Offenheit und verspotten meist DR. Doch wenn sie Medienunterstützung bekommen meine ich auch, dass sie ihre Gehälter veröffentlichen sollten“, sagt der Mediensprecher der Konservative, Naser Khader, der die anderen Medienchefs als Heuchler betrachtet.

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