Gesellschaft

Obdachlose und psychisch Kranke sollen ins Vereinsleben integriert werden

jt/ritzau
Kopenhagen
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Sozial benachteiligte Bürger sollen ins Vereinsleben integriert werden, wo sie sich ein soziales Umfeld erschaffen und anderen helfen können. So lautet die Empfehlung einer von der Regierung beauftragten Arbeitsgruppe.

Um wieder ein Teil der Gesellschaft zu werden, sollten psychisch Kranke, Drogenabhängige und Obdachlose sich aktiv im Vereinsleben beteiligen. Das meint eine von der Regierung beauftragte Arbeitsgruppe, die eine neue Strategie zur Zivilgesellschaft ausarbeiten soll.

„Wir von den Vereinen haben eine Verantwortung, so viele wie möglich in unseren Vereinen zu inkludieren“, sagt die Vorsitzende des Freiwilligenrates und der Arbeitsgruppe, Vibe Klarup. „Eine neue Umfrage des Trygfonden hat gezeigt, dass 17 Prozent aller dänischen Bürger sich als Außenstehende der Gesellschaft fühlen“, so Klarup. Keiner solle sich außen vor fühlen, und das Vereinsleben könne die Lösung für ein solches Problem sein.

Klarup präsentiert die Vorteile des Vereinslebens: „Ein Verein kann der Schaffung eines sozialen Umfeldes oder Netzwerkes dienen. Darüber hinaus können Mitglieder anderen helfen“, so Klarup. Beispielsweise teilen frühere psychisch Kranke ihre Erfahrungen mit aktuell erkrankten Personen, erklärt sie.

Einige Kommunen in Dänemark tun bereits einiges für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche. Sie bieten beispielsweise einen Freizeitpass an, wo die Kommunen die Kosten für eine Freizeitaktivität übernehmen, so Klarup.

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