Covid-19

Ministerium: Kleine Kinder können wieder in die Schule

Ministerium: Kleine Kinder können wieder in die Schule

Ministerium: Kleine Kinder können wieder in die Schule

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Pressekonferenz am Montagabend in Kopenhagen: Pernille Rosenkrantz-Theil (Soz.), Kinder- und Unterrichtsministerin, und Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Soz., links) informieren die Öffentlichkeit. Foto: Emil Helms/Ritzau Scanpix

Das Gesundheitsministerium hat am Montagabend zur Pressekonferenz geladen: Die Kinder der Klassenstufen 0 bis 4 sollen ab kommender Woche wieder zum Unterricht erscheinen.

Ab Montag, 8. Februar, haben die unteren Klassenstufen in den dänischen Volksschulen wieder Präsenzunterricht. Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Soz.) hat am Montag auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass die Schüler der 0. bis 4. Klasse in die Schule zurückkehren können.

Dies sei möglich, nachdem die Neuinfektionen mit dem Coronavirus infolge der jüngsten Schließung der Gesellschaft gesunken sind.

Für alle anderen Schüler bleibt es allerdings bei den bisherigen Einschränkungen.

Weitere Öffnung zurzeit nicht möglich

„Natürlich möchten wir, dass auch die älteren Schüler bald in die Schule zurückkehren können“, sagte Kinder- und Unterrichtsministerin Pernille Rosenkrantz-Theil (Soz.) auf der Pressekonferenz.

„Die Gesundheitsbehörden können dies derzeit jedoch nicht empfehlen. Es besteht jedoch kein Zweifel daran, dass die Schulen und Bildungseinrichtungen für die Regierung eine wirklich hohe Priorität haben, wenn es möglich ist, weiter zu öffnen“, ergänzte sie.

Pernille Rosenkrantz-Theil erwartet, dass vor den Winterferien geklärt wird, was mit den diesjährigen Prüfungen und Abschlussprüfungen geschieht.

Seit Weihnachten Unterricht zu Hause

Nach Weihnachten hatte die Regierung weitreichende Maßnahmen ergriffen, um die Verbreitung des Coronavirus in Dänemark einzudämmen – besonders weil eine Mutation des Virus aus Großbritannien aufgetreten war, die als besonders ansteckend gilt.

Im Laufe des Januars ist der Infektionsdruck deutlich zurückgegangen, und in den vergangenen Wochen haben mehrere Seiten immer wieder gefordert, dass die jüngsten Schülerinnen und Schüler in die Klassenzimmer zurückkehren können.

Die Argumente: Das Infektionsrisiko bei den Kindern sei geringer als bei Erwachsenen, das Wohlbefinden der Jungen und Mädchen stehe auf dem Spiel, und sie würden zu Hause schlechter lernen und die Eltern von der Arbeit abhalten.

Frederiksen: Wichtig für die Wirtschaft

Vergangene Woche signalisierte Regierungschefin Mette Frederiksen (Soz.) bereits, dass eine Rückkehr der jüngsten Schülerinnen und Schüler angedacht werde. Erst am Freitag waren die Schließungen der Schulen bis zum 28. Februar verkündet worden – doch die Staatsministerin sagte bereits da: „Die Experten haben empfohlen, dass wir damit beginnen, die kleinsten Schulkinder wieder in die Schulen zu bekommen – das ist wichtig für die Wirtschaft, damit mehr Erwachsene arbeiten können.“

Sie fügte hinzu: „Es ist auch wichtig für das Wohlbefinden der Kinder und der Erwachsenen. Die Experten empfehlen andererseits, dass das Letzte, was wieder geöffnet ist, das Nachtleben ist.“

Der Artikel wurde um 18:55 Uhr um die Zitate der Kinder- und Unterrichtsministerin ergänzt.

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