Altenpflege unter Druck

Mangelware SoSu

Mangelware SoSu

Mangelware SoSu

Ritzau/jrp
Kopenhagen
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Foto: dpa

Altenpflege ist unter Druck wegen zu weniger Arbeitskräfte. Laut einer Analyse sind 300 Stellen weiterhin unbesetzt.

In der Altenpflege fehlen die Arbeitskräfte. Über 300 Stellen sind unbesetzt und es ist schwer, Mitarbeiter zu finden. Das zeigt eine Analyse der Arbeits- und Arbeitsvermittlungsbehörde (Arbejdsmarked- og Rekruttering). Für die Menschen, die Pflege brauchen, kann das Folgen haben: Die SoSu-Arbeit wird nämlich von Ungelernten oder Praktikanten übernommen und „die können Fehler machen. Außerdem ist es vor allem bei Dementen wichtig, dass sie an das Personal gewöhnt sind. Sie brauchen die Routine für ihr Wohlbefinden”, erklärt Rikke Gregersen, Forschungsleiterin bei Via, Aldrig & Demens, das Problem.

Trotz der positiven Job-Aussichten und der dringend benötigten Arbeit, überlegt jeder zweite Angestellte im Pflegebereich, die Arbeit zu wechseln. Das geht aus einer Untersuchung des nationalen Forschungs- und Analysezentrums für Wohlfahrt (Vive) hervor. „Die Mitarbeiter haben ein schlechtes Gewissen, denn die Qualität ihrer Arbeit entspricht nicht ihren Vorstellungen. Sie haben nicht die Zeit und die Möglichkeiten”, erklärt Professorin Tina Rostgaard von Vive. Außerdem habe der Pflegebereich einen sehr niedrigen, allerdings unverdienten, sozialen Status, meint sie.

Die Dänische Volkspartei (DF) hat wegen des SoSu-Mangels Unterrichtsministerin Merete Riisager (Liberale Allianz) und Altenministerin Thyra Frank (Liberale Allianz) zu einem Lösungsgespräch eingeladen. Es soll herausgefunden werden, wie für genügend SoSu-Nachschub gesorgt werden kann.

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