Coronavirus

Impfung mit Astrazeneca und Johnson & Johnson bald möglich

Impfung mit Astrazeneca und Johnson & Johnson bald möglich

Impfung mit Astrazeneca und Johnson & Johnson bald möglich

Ritzau/kj
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Gesundheitsminister Magnus Heunicke spricht über die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson, mit denen sich Bürgerinnen und Bürger auf freiwilliger Basis und nach ärztlicher Beratung impfen lassen können. Foto: Emil Helms/Ritzau Scanpix

Freiwillige können wählen, ob sie einen der beiden Impfstoffe bekommen möchten. Der Rahmen dafür soll so schnell wie möglich geschaffen werden.

Es steht noch nicht fest, wann die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson zum Einsatz kommen können. Aber es sollte so schnell wie möglich geschehen, so Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Soz.) am Montag auf einer Pressekonferenz.

„Die Idee ist, es dies den Bürgerinnen und Bürgern zu ermöglichen, die dieses Angebot annehmen wollen. Es wird nicht funktionieren, wenn mehrere Monate vergehen. Die Idee ist, dass es so schnell wie möglich passieren soll“, sagt der Gesundheitsminister.

Es ist der rechtliche Rahmen, der Zeit braucht. Die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson sind nicht Teil des dänischen Impfstoffprogramms. Stattdessen können sich Interessierte freiwillig dafür entscheiden, sich damit impfen zu lassen.

Unklar, wie viele Interessenten es gibt

„Ich kann feststellen, dass es in Teilen der Bevölkerung einen großen Wunsch gibt, davon Gebrauch zu machen. Das sind zugelassene Impfstoffe, und deshalb haben wir dieses Modell geschaffen“, sagt Magnus Heunicke.

Eine Schätzung, wie viele Bürgerinnen und Bürger es nutzen werden, wagt der Minister nicht zu geben.

Es sind Menschen unter 40 Jahren, die den größten Anreiz haben werden, einen freiwilligen Impfstoff von Astrazeneca und Johnson & Johnson in Anspruch zu nehmen.

Søren Brostrøm, Direktor der Gesundheitsbehörde

Es sind Menschen unter 40 Jahren, die den größten Anreiz haben werden, einen freiwilligen Impfstoff von Astrazeneca und Johnson & Johnson in Anspruch zu nehmen, vermutet Søren Brostrøm, Direktor der Gesundheitsbehörde.

„Wir werden sehen, wie groß die Nachfrage sein wird. Jetzt werden wir zunächst das System dafür einrichten“, sagt Søren Brostrøm.

Impfung erst nach Arztgespräch

Er betont, dass die Bürgerinnen und Bürger einen Arzt aufsuchen müssen, um sich über das Risiko zu informieren, bevor sie den Impfstoff erhalten.

„Es ist Sache des medizinischen Fachpersonals und der einzelnen Person, die Risiken abzuwägen“, sagt Søren Brostrøm.

Dienstleister: Impfungen erst ab Juni

Eine der Firmen, die angeboten hat, Freiwillige mit Astrazeneca oder Johnson & Johnson zu impfen, ist Practio.

Das Unternehmen schätzt, dass es zwei Wochen dauern wird, bis der rechtliche und organisatorische Rahmen für die Aufgabe geschaffen ist.

Das bedeutet, dass es möglicherweise Juni ist, bevor die erste Injektion gegeben werden kann.

Forderung nach klaren Richtlinien

Bevor das Unternehmen die Aufgaben übernehmen kann, gibt es zwei Hauptkriterien, die erfüllt werden müssen, sagt Jonas Nilsen, Arzt und Mitbegründer von Practio.

Wir brauchen klare Richtlinien von der Gesundheitsbehörde, damit die Ärztinnen und Ärzte einen klaren Rahmen haben und wissen, in welchen Fällen sie den Impfstoff verschreiben können.

Jonas Nilsen, Arzt

„Wir brauchen klare Richtlinien von der Gesundheitsbehörde, damit die Ärztinnen und Ärzte einen klaren Rahmen haben und wissen, in welchen Fällen sie den Impfstoff verschreiben können“, sagt er.

Und es muss eine finanzielle Sicherheit für das Projekt geben, sagt Practio.

„Es muss eine garantierte Mindestzahlung geben, damit wir die Investitionen tätigen können, die für den Aufbau des Rahmens erforderlich sind“, sagt Jonas Nilsen.

Die beiden Impfstoffe sind nicht Teil des offiziellen Impfplans der Regierung, weil es ein sehr geringes Risiko für schwere Nebenwirkungen gibt. Deshalb wurden sie aus dem Impfkalender herausgenommen und weil es zwei andere Impfstoffe gibt und weil die Pandemie in Dänemark laut den Behörden unter Kontrolle ist.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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