Gesundheitspolitik

Gesundheitsbericht: Licht und Schatten

Ritzau/hm
Kopenhagen
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Symbolbild Foto: Bernd Weissbrod/dpa

Das Gesundheitsministerium hat einen Bericht veröffentlicht, der den Zustand des dänischen Gesundheitswesens und die Lage der Patienten abbilden. Es geht nicht nur voran.

In Dänemark hat ein Patient das Recht, innerhalb von 30 Tagen untersucht zu werden und eine Diagnose zu erhalten. Doch es gibt Unterschiede inwieweit diese Zeitspanne in den fünf Regionen eingehalten wird, dies zeigt ein neuer Bericht des Gesundheits- und Seniorenministeriums, der den Status des nationalen Gesundheitswesens abbilden soll. Schlusslicht in Sachen Diagnose ist die Hauptstadtregion, in der 61 Prozent der Patienten innerhalb des genannten Zeitraums untersucht wurden und ein Ergebnis bekamen. Die Region Nordjylland schneidet am besten ab, hier erhalten 94 Prozent der Patienten regelgemäß ihre Diagnose, der Durchschnitt liegt bei 79 Prozent, in dessen Nähe sich auch die Region Süddänemark befindet.

Die Lage im dänischen Gesundheitswesen wird in dem Bericht des Ministeriums an 33 Punkten gemessen. Dem Bericht nach ist das Gesundheitswesen in 18 Punkten besser geworden, in neun Punkten schlechter, sechs Punkte veränderten sich nicht.

Bessere Chancen für Krebskranke

Die gute Nachricht: 63 Prozent der Patienten, bei denen Krebs festgestellt wurde, lebt auch fünf Jahre später. So hoch lag die Prozentzahl noch nie. Dies freut die zuständige Ministerin Ellen Tråne Nørby, die aber auch der Meinung ist, dass es noch Platz für Verbesserung gibt. Ein Patient müsse beispielsweise sicher sein, dass er dieselbe Behandlung bekommt, egal ob er in Rinkøbing oder in Rødovre lebe.

Die Interessenorganisation der Patienten, Danske Patienter, kritisiert, dass Menschen schneller aus dem Krankenhaus entlassen werden – aber auch schneller wieder ins Krankennhaus kommen. Das System sei unter Druck, dies gehe zulasten der Qualität, so Morten Freil, Direktor von Danske Patienter in der Zeitung Berlingske.

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