Gesellschaft

Einwanderung besorgt Dänen

Einwanderung besorgt Dänen

Einwanderung besorgt Dänen

Ritzau/hm
Kopenhagen/Aalborg
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„Die Hälfte der Bevölkerung sieht Einwanderung als Bedrohung." Foto: Torben Åndahl/Ritzau Scanpix

Dänen stehen dem Thema Einwanderung heute skeptischer gegenüber, als noch 2011. Professor Jørgen Goul Andersen macht zwei Gründe dafür aus.

Die Hälfte der Dänen schaut mit Sorge auf das Thema Einwanderung. Diese Sorge ist seit 2011 gestiegen und liegt nun auf dem Niveau des Jahres 1990, wo sie schon einmal sehr hoch war. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Wirtschafts- und Politikmagazins „Mandag Morgen“ in Zusammenarbeit mit Professor Jørgen Goul Andersen von der Universität Aalborg.

„Die Hälfte der Bevölkerung sieht Einwanderung als Bedrohung. Das ist deutlich höher als 2011“, so Jørgen Goul Andersen zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Die Untersuchung wird seit 30 Jahren durchgeführt. Forscher haben Wählern immer die gleiche Frage gestellt: Inwieweit stimmen sie mit der Meinung überein: „Einwanderung bedroht unsere nationale Eigenheit.“

Die Sorge um die Einwanderung steigt, obwohl die Zahl der Asylsuchenden fällt und mehr Einwanderer auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen. Jørgen Goul Andersen zufolge könnte die wachsende Sorge damit zu tun haben, dass alle großen Parteien Einwanderung mit Sorge betrachten, aber auch daran, dass die Menschen im Land die Integration als nicht erfolgreich ansehen.

Befragt wurden 5900 Personen. Von diesen wünschen 27 Prozent eine noch straffere Ausländerpolitik. 33 Prozent meinen, die Ausländerpolitik sei gut so, wie sie ist und 28 Prozent denken, sie sei zu hart. Jüngere Menschen sehen dabei positiver auf Einwanderer als ältere.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Mutiges Museum“