Integration

Deutlich mehr Flüchtlinge in Arbeit

Deutlich mehr Flüchtlinge in Arbeit

Deutlich mehr Flüchtlinge in Arbeit

Kopenhagen
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Foto: dpa

Nahezu jeder dritte Flüchtling, der ich mindestens seit drei Jahren in Dänemark aufhält, hat einen Job.

Die Anzahl der Flüchtlinge, die einen regulären Job (ohne öffentlichen Zuschuss) bekommen steigt weiter an. Das zeigen neue Zahlen des dänischen Beschäftigungsministeriums, wie die Zeitung Danmark berichtet.

Im Juni 2015 waren zwölf Prozent der Flüchtlinge, die bereits drei Jahre in Dänemark waren, in Arbeit. Dieser Prozentsatz ist 2017 auf 29,6 Prozent angestiegen. Die positive Entwicklung hängt mit der weiter anhaltenden Konjunktur auf dem Arbeitsmarkt und eine andere Aufnahme von neu ankommenden Flüchtlingen zusammen, meint Beschäftigungsminister Troels Lund Poulsen (Venstre).

„In der vergangenen Zeit haben wir vermieden, Anforderungen an die Flüchtlinge bei deren Ankunft zu stellen. Wir arbeiten nun zielgerichteter daran, dies zu ändern und Flüchtlinge von Anfang an, auf den dänischen Arbeitsmarkt zu führen“, so Lund Poulsen. Ihm zufolge spiegelt die zielgerichtete Arbeit sich in den aktuellen steigenden Flüchtlings-Arbeitnehmerzahlen wider.

Im März vergangenen Jahres hatte die dänische Regierung in einer Dreier-Vereinbarung (Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Regierung) beschlossen, dass die kommunalen Jobzentren schätzen sollen, inwiefern neu angekommene Flüchtlinge arbeitsbereit sind.

Diese Praxis hat den Anteil an arbeitsbereiten Flüchtlinge gesteigert, meint die Chefberaterin beim dänischen Arbeitgeberverband, Berit Toft Fihl. „Es funktioniert gut, wenn diese Bevölkerungsgruppe schnellstmöglich mit dem Arbeitsmarkt in Berührung kommt“, so Fihl. Sie ist auch der Meinung, dass die niedrigen Integrationsleistungen eine Rolle spielen. „Der finanzielle Anreiz, einen Job zu haben, zählt auch“, sagt Fihl.

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