Freiheitskampf im Zweiten Weltkrieg

Dänische Regierung ehrt Kriegshelden mit Geldgeschenken

dodo
Kopenhagen
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Angesichts vieler Sabotageakte wollten die deutschen Besatzer im August 1943 die Todesstrafe in Dänemark einführen. Die dänische Regierung trat daraufhin zurück. Foto: Ritzau Scanpix

Ehemalige Widerstandskämpfer, KZ-Insassen und deren Hinterbliebene bekommen anlässlich des 75. Jahrestages der Beendigung der Zusammenarbeit zwischen der dänischen Regierung und der deutschen Besatzungsmacht im Zweiten Weltkrieg ein Geldgeschenk von je 10.000 Kronen.

Rund 1.000 ehemalige Widerstandskämpfer, Insassen von Konzentrationslagern und deren Hinterbliebene bekommen vom dänischen Statt jeweils ein Geldgeschenk in Höhe von 10.000 Kronen.

Der steuerfreie Betrag wird anlässlich des 75. Jahrestages zum Bruch der Zusammenarbeit zwischen der dänischen Regierung und der deutschen Besatzungsmacht während des Zweiten Weltkrieges ausgezahlt.

„Die Regierung möchte gerne den Einsatz hervorheben, den die damaligen Freiheitskämpfer zum Beenden der Zusammenarbeitspolitik vor 75 Jahren geleistet haben“, sagt Beschäftigungsminister Troels Lund Poulsen (Venstre) zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Insgesamt hat die Regierung 10,8 Millionen Kronen für frühere Widerstandskämpfer, Soldaten, die auf Schiffen der Alliierten dienten, sowie KZ-Insassen und deren hinterbliebene Ehegatten oder Lebenspartner abgesetzt.

Drei Jahre Zusammenarbeit

Dänemark wurde am 9. April 1940 von deutschen Truppen besetzt. In den folgenden drei Jahren gab es eine Zusammenarbeit zwischen der dänischen „samlingsregering“ und den deutschen Besatzern. Im August 1943 brach die dänische Seite die Zusammenarbeit ab, nachdem die Deutschen unter anderem die Einführung der Todesstrafe für Sabotage gefordert hatten. Die dänische Regierung trat zurück und die deutsche Besatzungsmacht übernahm für den Rest des Krieges die Verwaltung des Landes.

Bereits 2015 hatte die damalige sozialdemokratische Regierung anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung Dänemarks, Geldgeschenke an frühere Freiheitskämpfer verteilt.

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