Gesundheit

Corona in Dänemark: Experten schlagen Bereitschaft vor

Corona in Dänemark: Experten schlagen Bereitschaft vor

Corona in Dänemark: Experten schlagen Bereitschaft vor

Ritzau/hm
Kopenhagen
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Eine dänische Expertengruppe hat am Mittwoch ihren Bericht vorgelegt, wie das Land auf lange Sicht mit dem Coronavirus umgehen sollte. Foto: Philip Davali/Ritzau Scanpix

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Das Coronavirus hat sich auf der Welt festgesetzt, ein baldiges Ende ist nicht in Sicht. Wie mit dem Virus zukünftig umgehen? Eine Expertengruppe hat darüber nachgedacht und macht generelle Vorschläge.

Im Mai gab die Regierung einer Expertengruppe den Auftrag, Empfehlungen für eine künftige Handhabe der Corona-Epidemie im Land zu finden. Am Mittwoch hat diese Gruppe ihren Bericht im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

Sie empfiehlt vor allem zwei Dinge: Die laufende Kontrolle der Pandemie muss ihrer Auffassung nach zwischen Eindämmung des Virus, einem normalen gesellschaftlichen Leben, dem Wohlbefinden und der Freiheit des Einzelnen sowie der Gesundheit ständig ausbalanciert werden.

Experten schlagen Infektions-Bereitschaft vor

Die Experten schlagen zudem vor, eine Bereitschaft zu gründen, die schnell und wirkungsvoll eingreift, wenn die Epidemie im Land einen kritischen Punkt erreicht, etwa dann, wenn sich neue, besorgniserregende Virusvarianten ausbreiten.

Dabei muss es sich nach Ansicht der Gruppe nicht unbedingt um das Coronavirus handeln. Auch andere Luftwegsinfektionen könnten sich im Herbst verbreiten, so Astrid Iversen, Virologin an der Universität von Oxford. Durch die Lockdowns sei die Chance nun größer, dass sich das Grippevirus verbreite – weil die Menschen weniger Kontakt zu den Grippeviren hatten.

Die Expertengruppe bestand aus fünf Personen. Neben Astrid Iversen waren Kåre Mølbak vom Staatlichen Serum Institut, Jens Lundgren, Professor für Infektionskrankheiten am Reichshospital, sowie die Wirtschaftsweisen Torben M. Andersen und Michael Svarer Mitglied der Gruppe.

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