Coronavirus

Behörden: Großveranstaltungen sollten abgesagt werden

Behörden: Großveranstaltungen sollten abgesagt werden

Behörden: Großveranstaltungen sollten abgesagt werden

Ritzau/kj
Kopenhagen
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Die Behörden empfehlen, Großveranstaltungen zu verschieben oder abzusagen. Foto: Unsplash/Hanson Lu

Die dänischen Behörden fordern die Organisatoren von Großveranstaltungen dringend auf, diese wegen der Verbreitungsgefahr des Coronavirus abzusagen. Erste Reaktionen folgten prompt.

Um die Verbreitung des Coronavirus zu begrenzen, fordern die dänischen Behörden, dass alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen verschoben oder abgesagt werden sollen. Die Empfehlung gilt zunächst für den Rest des Monats März. Dies erklärte Staatsministerin Mette Frederiksen (Sozialdemokraten) auf einer Pressekonferenz.

Die Empfehlung umfasst Spiele in der Superliga im Fußball und in der Handballliga für Männer und Frauen sowie große Konzerte und den jährlichen Melodi Grand Prix am Sonnabend in Kopenhagen.

21 Infizierte in Dänemark

Bisher wurde bei 21 Dänen und zwei Personen von den Färöern die Infektion mit dem Coronavirus bestätigt, sagte die Staatsministerin Mette Frederiksen (Sozialdemokraten) auf der Pressekonferenz.

„Für Familien, Unternehmen und Organisatoren entstehen dadurch Kosten. Allerdings wollen wir durch diese Empfehlung den möglichen Verlust von Menschenleben verhindern. Viele haben eine Reise oder ein Ticket für ein Konzert gebucht, auf das sie sich gefreut haben. Ich hoffe aber, jeder wird es aus der Perspektive der Gemeinschaft betrachten. Ich appelliere an den Zusammenhalt und Geduld“, sagt Staatsministerin Mette Frederiksen (Sozialdemokraten)

Erste Veranstaltungen abgesagt

Die ersten Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten.

Der Kommunalverband „Kommunernes Landsforening (KL)“ sagt kurz nach der Ansprach der Staatsministerin sein für Ende März geplantes Spitzentreffen in Aalborg ab.

Der Fußball-Erstligist FC Kopenhagen gab bekannt, sein nächstes Spiel ohne Zuschauer zu bestreiten.

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