Flüchtlingspolitik

Amnesty: Absurder Grund hinter Quotenflüchtlings-Stopp

Amnesty: Absurder Grund hinter Quotenflüchtlings-Stopp

Amnesty: Absurder Grund hinter Quotenflüchtlings-Stopp

Kopenhagen
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Foto: dpa

Die Hilfe an besonders bedürftige Flüchtlinge soll nicht von der Integration in Dänemark abhängig sein, meint die Menschenrechtsorganisation Amnesty International.

„Es ist absurd, dass die dänische Regierung die Absprache über jährlich 500 Quotenflüchtlinge beenden möchte.“ Das sagt die Generalsekretärin von Amnesty International, Trine Christensen. „Das Quotenflüchtlings-Programm ist eines der wenigen effektiven internationalen Mechanismen, die eigentlich funktionieren“, erklärt Christensen.

Dänemark hat seit 1979 jährlich Flüchtlinge über das UN-System aufgenommen – doch dieser Vorgang wurde vorerst gestoppt. Die Regierung arbeite nun daran, wie die Gesetze so verändert werden können, dass die oder der amtierende Minister für Ausländer und Integration entscheiden können, ob und wie viele Quotenflüchtlinge das Land aufnehmen sollte, meint Integrationsministerin Inger Støjberg (Venstre).

Amnesty hatte die Argumentation der Integrationsministerin, dass Dänemark eine Verschnaufpause brauche, um die vielen Flüchtlinge im Land integrieren zu können, kritisiert. „Soll die Rettung eines Flüchtlings aus Myanmar davon abhängig sein, ob sich ein Bandenmitglied auf Nørrebro schlecht benimmt?“, fragt sich Christensen.

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