Wahlen 2017

285.145 Erstwähler dürfen bei der Kommunalwahl ihr Kreuz machen

285.145 Erstwähler dürfen bei der Kommunalwahl ihr Kreuz machen

285.145 Erstwähler dürfen bei der Kommunalwahl ihr Kreuz machen

jt/ritzau
Kopenhagen
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Foto: Scanpix

18-jährige Erstwähler hatten bei der vergangenen Kommunalwahl eine hohe Wahlbeteiligung. Doch danach fällt die Zahl der Jugendlichen Stimmen, berichtet ein Forscher.

Bei der kommenden Kommunalwahl am 21. November dürfen 285.145 junge dänische Bürger erstmals ihr Kreuz machen. Demnach ist jeder 16. der 4.558.460 stimmberechtigten Wähler in Dänemark ein Erstwähler.

Die Erstwähler hatten bei der vergangenen Kommunalwahl eine hohe Wahlbeteiligung, erklärt der Kommunalforscher vom nationalen Forschungs- und Analysezentrum (Vive), Yosef Bhatti. Ihm zufolge hatten 71,2 Prozent der 18-Jährigen bei der Kommunalwahl 2013 ihre Stimme abgegeben – bei der Gesamtbevölkerung lag die Wahlbeteiligung bei 71,9 Prozent.

„Ich denke, dass die hohe Wahlbeteiligung der 18-Jährigen mit ihrer eigenen Begeisterung zusammenhängt. Sie sind stimmberechtigt und freuen sich, ihr Kreuz setzen zu können“, so Bhatti. „Darüber hinaus wohnen viele noch bei ihren Eltern, was auch die Wahlbeteiligung positiv beeinflussen kann“, erklärt er.

Doch danach fällt die Wahlbeteiligung der Jugendlichen. Somit hatten die Altersgruppe der 19 bis 21-Jährigen eine Wahlbeteiligung bei 58 Prozent – die Altersgruppe der 22 bis 29-Jährigen gar 54,5 Prozent, so der Kommunalforscher.

„Danach steigt die Wahlbeteiligung wieder. Man wird sesshaft und bekommt möglicherweise Kinder, was dazu beitragen kann, dass man sich wieder für Kommunalpolitik interessiert“, sagt Bhatti.

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