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Dänemark verzichtet auf Rückgabe der Impfdosen aus Schleswig-Holstein

Dänemark verzichtet auf Rückgabe der Impfdosen aus Schleswig-Holstein

Dänemark verzichtet auf Rückgabe der Impfdosen aus SH

Kiel/Apenrade
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10. Mai 2021: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU, vorne l.) dankt dem dänischen Generalkonsul in Flensburg, Kim Andersen (r.) mit einem coronagerechten Ellenbogenstoß vor dem Lieferwagen mit dänischem Astrazeneca-Impfstoff für die Bereitstellung der Vakzine über die Grenze hinweg. Foto: Volker Heesch

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Geschenk unter Nachbarn: Weil Astrazeneca nicht Teil des staatlichen Impfprogramms ist, will Dänemark die Impfdosen aus Kiel nicht erstattet bekommen. Daniel Günther freut sich – und auch andere Länder profitieren.

Die dänische Regierung verzichtet auf die Rückgabe von 55.000 Impfstoff-Dosen des Herstellers Astrazeneca. Das geht aus einer Pressemitteilung der Landesregierung Schleswig-Holsteins vom Donnerstag hervor.

Anfang Mai hatte das Königreich die Impfdosen an Schleswig-Holstein sozusagen verliehen. Am Donnerstag nun wurde in Dänemark entschieden, dass keine Rückgabe mehr erforderlich ist.

Große Freude bei Daniel Günther


Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) begrüßt die Entscheidung und bezeichnet sie als ein weiteres Beispiel für die hervorragende und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark.

„Unsere dänischen Nachbarn haben uns im Frühjahr unbürokratisch und schnell unterstützt, als in Schleswig-Holstein die Nachfrage nach Impfstoff größer war als das Angebot. Dass wir den Impfstoff nun nicht mehr zurückgeben müssen, obwohl wir es damals vertraglich abgesichert hatten, freut mich sehr“, so Günther.

Im Juni hatte Dänemark Schleswig-Holstein weitere 59.300 Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca überlassen. Diese Impfdosen mussten nicht an Dänemark zurückgegeben werden.

Weitere Spenden aus Dänemark gehen ins Ausland


Am Donnerstag hat die dänische Regierung überdies bekannt gegeben, dass insgesamt zwei Millionen weitere Impfdosen des Astrazeneca-Impfstoffes ins Ausland gespendet werden sollen. Eine Million an Länder im westlichen Balkan, eine weitere Million geht an nordafrikanische Staaten und die internationale Impfstoff-Zusammenarbeit Covax.

In Dänemark ist Astrazeneca wegen Bedenken bezüglich der Verträglichkeit des Impfstoffes nicht Teil des staatlichen Impfprogramms.

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