Museumskunst

Künstlerische Rundwanderung mit digitaler Dänemark-Karte

Künstlerische Rundwanderung mit digitaler Dänemark-Karte

Künstlerische Rundwanderung mit digitaler Dänemark-Karte

Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Johan Thomas Lundbye, Sjællandsk landskab. Åben egn i det nordlige Sjælland, 1842. Foto: Statens Museum for Kunst

Über Jahrhunderte hinweg haben Künstler die dänische Landschaft geschildert. Eine neue digitale Dänemark-Karte von Statens Museum for Kunst ermöglicht es Interessierten künftig, ausgewählte Orte Dänemarks durch die Augen dieser Künstler zu erleben.

Mit Staffelei, Farbtuben und Pinseln sind dänische Künstler im Laufe der Jahrhunderte durch das Königreich gereist und haben die unterschiedlichsten Motive eingefangen. In der umfassenden Kunstsammlung von Dänemarks Nationalgalerie, Statens Museum for Kunst (SMK), finden sich mehrere Tausend Werke mit Motiven dänischer Städte und Landschaften.

Seit dem 17. März besteht nun die Möglichkeit, diese Kunstwerke von zu Hause aus zu besichtigen.

Möglich macht dies die neue digitale Dänemark-Karte der Nationalgalerie, Kunstens Danmarkskort.

Damit kann sich nun jeder Kunstinteressierte auf eine virtuelle Reise begeben und die dänischen Landschaften durch die Augen der Künstler betrachten.

Kunstwerke aus Nordschleswig

Nordschleswig ist in allen vier Kommunen mit Kunstwerken vertreten. Von einer für die Kirche auf Röm (Rømø) kreierten Illustration von Niels Skovgaard aus dem Jahr 1919 über die Darstellung Apenrades durch Søren L. Lange im Jahr 1822 bis zur Klippenlandschaft des Norderholz (Nørreskov) auf Nordalsen durch Johannes Larsen findet die Vielfalt Nordschleswigs ihre künstlerische Würdigung.

Verbesserungsvorschläge erwünscht

Insgesamt enthält die digitale Karte etwa 4.000 Kunstwerke, die mithilfe künstlicher Intelligenz erschaffen wurde. Dazu wurden die Ortsnamen aus den Titeln der Werke und den dazugehörigen Beschreibungen gefiltert und diese dann auf der Karte platziert. Diese Methode ermöglicht es jedoch nicht, die exakten geografischen Orte zu lokalisieren, weshalb die Nationalgalerie hofft, vom Wissen der Nutzer zu profitieren. Sofern man einen Änderungsvorschlag hat, kann man diesen direkt online eingeben und auf diese Weise helfen, die Dänemark-Karte zu aktualisieren. Das Museum prüft alle Vorschläge und nimmt gegebenenfalls die nötigen Änderungen vor.

Facebook-Gruppe

Interessierte können die Karte entweder eigenständig erforschen oder Teil der Facebook-Gruppe Kunstens Danmarkskort werden. Dort wird die Nationalgalerie vom 22. März an acht Wochen lang auf acht ausgewählte Gebiete im ganzen Land fokussieren und lokale Kunstwerke und Geschichten mit den Nutzern teilen. In Kalenderwoche 16 liegt der Schwerpunkt auf Süddänemark und Nordschleswig.

Mit der digitalen Dänemark-Karte kann man sich durch Kunst im ganzen Land klicken. Hinter jeder Markierung verbirgt sich ein Kunstwerk. Foto: Statens Museum for Kunst
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