Richtfest

Varde „flüchtet“ an die Weltspitze

Varde „flüchtet“ an die Weltspitze

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DN
Varde
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Freudige Stimmung in Varde: Bürgermeister Erik Buhl Nielsen (links) und Museumsdirektor Claus Kjeld Jensen strahlten bei der gestrigen Richtfeier um die Wette. Foto: Privat

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Das neue Flüchtlingsmuseum „Flugt” in der Kommune Varde hat große Pläne: Bei der gestrigen Richtfeier äußerten die Verantwortlichen ihre Ambition, dass Varde mit dem bereits bestehenden Tirpitz-Museum und dem neuen Museum „Flugt“ in Oksbøl ab Frühjahr 2022 in die museale Weltspitze aufrücken kann.

Ein stolzer Tag in der Kommune Varde – ja ein Schritt in die Weltspitze der Museen. So überschwänglich lauteten gestern die Worte des Museumsvorsitzenden Mads Sørensen bei der Richtfeier des kommenden dänisch-deutschen Flüchtlingsmuseums „Flugt“, das vom weltberühmten dänischen Architektenbüro Bjarke Ingels zwischen den alten Lazarettbaracken der früheren Wehrmacht in Oksbøl errichtet wird und das im kommenden Frühjahr die Tore öffnen soll.

Sørensen verwies als Vorsitzender des Kulturausschusses Varde in einer Ansprache auf das bereits in der Kommune erfolgreich bestehende Tirpitz-Museum und betonte, Varde sei zwar nur eine kleine Kommune, doch wolle sie mit diesen beiden Museen künftig zur musealen Weltspitze gehören.

Bürgermeister Erik Buhl Nielsen gab seiner großen Freude darüber Ausdruck, dass dieses ambitionierte Projekt nun der Verwirklichung entgegensehen könne und dankte sowohl dem dänischen Staat als auch dem Deutschen Bundestag für hohe Millionen-Beiträge zum Bau von „Flugt“. In diesem Zusammenhang sprach er Siegfried Matlok einen besonderen Dank für dessen Verdienste bei der erfolgreichen Vermittlung deutscher Fördermittel aus.

Museumsdirektor Claus Kjeld Jensen würdigte die beachtliche handwerkliche Leistung, die bei der Umsetzung der Museumspläne erbracht werde.

Unter den Gästen befand sich auch der Kulturreferent der deutschen Botschaft Kopenhagen, Lasse Rodewald, der seine Freude über die Verwirklichung des dänisch-deutschen Museumsprojektes äußerte, das im Zentrum die Geschichte der deutschen Flüchtlinge in Dänemark nach 1945 darstellen wird, von denen rund 35.000 vorübergehend in Oksbøl lebten.

Modell, wie das künftige Flüchtlingsmuseum „Flugt“ in Oksbøl aussehen soll. Foto: Privat
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