Ernährung

Jeder Hotdog verkürzt das Leben um 30 Minuten

Jeder Hotdog verkürzt das Leben um 30 Minuten

Jeder Hotdog verkürzt das Leben um 30 Minuten

Nele Dauelsberg
Michigan
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In einer neuen Studie der Universtiy of Michigan von Prof. Oliver Jolliet und zwei Kollegen war der Hot Dog das ungesündeste Lebensmittel. (Archivfoto) Foto: K. Riggelsen

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Überall im dänischen Königreich stehen sie – die Buden mit der Aufschrift „Pølser“. Eine Studie der University of Michigan zeigt nun, dass die Würstchen im Brot das Leben verkürzen. Doch es gibt Hoffnung, die viele überraschen dürfte.

Hotdog-Buden sind seit nun etwa 100 Jahren nicht mehr von den dänischen Straßen wegzudenken. An fast jeder Ecke können Groß und Klein ihren Hunger mit dem Würstchen im Brot stillen.

Umso erschreckender ist die neue Studie der University of Michigan, bei der der Professor für Umwelt und Gesundheitswissenschaften, Oliver Jolliet, mit seinen Kollegen Katerina Stylianou und Victor Fulgoni herausfand, dass ein Hotdog 36 Minuten eines gesunden Lebens kosten kann.

Was ist gesund und was nicht?

Wie viele Kalorien sind zu viel? Welche Snacks machen nicht dick? Und macht Salat automatisch gesund? Diese Fragen und viele mehr stellen sich Menschen, die einen gesunden Lebensweg einschlagen wollen.

Antwort darauf gibt die in „nature food“ veröffentlichte Studie von Jolliet und seinen Kollegen. Mithilfe eines Konzepts, das die verlorenen gesunden Lebensjahre misst, gelang es ihnen, einzelne Lebensmittel in zwei Gruppen einzuordnen: Eine, die gesundheitlichen Belastungen vorbeugt, und eine, die gesundheitliche Belastungen erzeugen kann.

So ordnen sie Milch, Nüsse, Gemüse, Obst und Meeresfrüchte der ersten Gruppe zu, während sie unter anderem rotes und verarbeitetes Fleisch der anderen zuzählen.

Hot Dogs, die das Leben verkürzen

Was macht einen dänischen Hotdog nun so ungesund? Wie bei vielen Dingen ist es die Mischung: Hauptsächlich das verarbeitete Fleisch, aber auch Natrium und ungesättigte Fettsäuren machen den dänischen Straßen-Snack zur schädigenden Sünde. Deshalb ist er auch mit 36 Minuten verlorener gesunder Lebensjahre das schädlichste Lebensmittel der Studie.

Die gute Nachricht für alle Pølser-Fans ist jedoch, dass andere Gerichte dieser „verlorenen Zeit“ entgegenwirken können. So sorgt beispielsweise der gesunde Spitzenreiter der Studie, ein Erdnussbutter-Marmeladen-Sandwich, für etwa 30 Minuten mehr Lebenszeit.

Lebensende ausrechnen?

Trotz der genauen Angaben an gewonnener oder verlorener Lebenszeit, können Verbraucher ihr Lebensende nicht anhand der Daten ausrechnen. Nur weil auf bestimmte Lebensmittel verzichtet wird oder einige bewusst zu sich genommen werden, ist nicht automatisch von einer längeren Lebenserwartung auszugehen.

Denn die Wissenschaftler schreiben in der Einleitung ihrer Studie, dass Faktoren wie Umwelteinflüsse oder Luftverschmutzung auch auf die Schädlichkeit der Lebensmittel einwirken. Auch Erbkrankheiten, Unfälle oder Veranlagungen wurden nicht berücksichtigt.

Letztendlich bleibt jeder und jedem nichts anderes übrig, als auf eine ausgewogene Ernährung zu setzen. Und ein Hotdog zwischendurch fällt dann – im wahrsten Sinne des Wortes – auch nicht sehr ins Gewicht.

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