Landwirtschaft

EU-Kommission besorgt über Afrikanische Schweinegrippe in Rumänien

cvt/dpa/Ritzau
Brüssel
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Ein Wildschwein-Frischling. Foto: DN-Archiv

Die EU-Kommission hat sich besorgt über das Ausmaß der Afrikanischen Schweinepest in Rumänien gezeigt. „Wir sind sehr beunruhigt über die Entwicklung“, sagte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde am Donnerstag. Auch beim dänischen Landwirtschaftsverband steigt die Unruhe.

Insbesondere nahe der Grenzen zur Ukraine und zur Republik Moldau sei die Lage besorgniserregend. Die Afrikanische Schweinepest hat in Rumänien nach Angaben des nationalen Amts für Veterinärmedizin und Lebensmittelsicherheit von Ende August das größte Ausmaß seit dem Zweiten Weltkrieg erreicht.

Die Epidemie könne nur durch die korrekte Anwendung der EU-Regeln unter Kontrolle gebracht werden, sagte die Sprecherin. So müsse die Lage von den Behörden verstärkt beobachtet werden und es müsse ausreichend Personal bereitgestellt werde. Die EU-Kommission stehe bereit, weitere Hilfe zu leisten.

Betroffen von der Afrikanischen Schweinepest sind inzwischen acht osteuropäische Staaten sowie Russland. Die Seuchenfälle aus Russland gehen nicht in die europäische Statistik ein. Deutschland ist von der Seuche bisher nicht betroffen, doch mit der Zunahme der Nachweise in Osteuropa wächst das Risiko.

Besorgnis auch in Dänemark

„Wir haben Angst, weil die Konsequenzen so gewaltig wären“, sagt unterdessen Jan Dahl, Chefberater des dänischen Landwirtschafts-Dachverbandes Landbrug & Fodevarer. Die Entwicklung werde genauestens im Auge behalten, auch wenn das Risiko, dass die Schweinepest bis nach Dänemark komme, gering sei.

„Es würde zu einem gewaltigen ökonomischen Verlust führen, der sich im besten Fall bei drei bis vier Milliarden Kronnen einpegeln würde“, so Dahl, der allerdings deutlich höhere Verluste befürchtet, sollte die Schweinepest trotz des noch zu errichtenden „Wildschweinzauns“ entlang der deutsch-dänischen Grenze nach Dänemark gelangen.

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