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Dänische Wasserexperten helfen weltweit bei Dürre

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Aarhus
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Foto: Tim Marshall/Unsplash

Weltweit haben Menschen Angst vor Wasserknappheit. Deshalb sollen dänische Experten nun Grundwasservorräte zwischen Indien und Kalifornien finden und verzeichnen.

Eine Choleraepidemie 1853 in Dänemark hat heutzutage eine unerwartete Folge: Sie hilft bei der Bekämpfung von Dürre, berichtet die Tageszeitung Politiken. Durch die Epidemie, die mehr als 4.000 Menschen das Leben kostete, fing Dänemark an, das Grundwasser als Trinkwasser zu nutzen, statt das Oberflächenwasser der Auen und Seen. Daraufhin wurden mehrere Wasserwerke errichtet und das führte 1926 auch zum weltweit ersten Wasserversorgungsgesetz.

Eine umfassende Analyse des Grundwassers in Dänemark hat Dänemark zu einem der Länder gemacht, die am meisten über Wasser wissen, so Politiken. Deshalb sind dänische Forscher heute in den dürregeplagten Regionen von Vietnam, China, Australien und den USA tätig und sollen Grundwasserreserven finden und verzeichnen.

Dazu verwenden sie unter anderem einen Helikopter, der mit einer speziellen elektromagnetischen Technik den Boden absucht und in bis zu einer Tiefe von 400 Metern Grundwasser finden kann. Das System wurde von Forschern der Uni Aarhus entwickelt. „Die dänischen Forscher sind in der ganzen Welt für ihre Arbeit bekannt“, sagt Rosemary Knight, Professorin der Geophysik der Stanford Universität in den USA. Zusammen mit der Uni Aarhus und dem dänischen Beraterunternehmen Rambøll soll sie nun Grundwasservorkommen in den trockensten Regionen Kaliforniens finden, so Politiken.

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