Altenpflege

Zunehmende Anzahl von Älteren bekommt keine Heimpflege

jt/ritzau
Kopenhagen
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Die Anzahl der schwachen und bedürftigen Älteren, die keine Heimpflege bekommen, hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt.

Wegen einer steigenden Anzahl von schwachen Älteren, die keine Heimpflege zugeteilt bekommen, müssen vermehrt Familienangehörige um Hilfe gebeten werden. Eine neue Analyse des nationalen Forschungszentrums für Wohlfahrt (Vive) zeigt, dass sich die Anzahl der Älteren, die auf Hilfe angewiesen sind und keine Heimpflege bekommen, in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt hat.

“Es wird deutlich, dass sich die Aufteilung der Verantwortung für die Älteren zwischen der Familie und der Wohlfahrtsgesellschaft verschoben hat. Die Familie muss heute demnach öfters helfen”, sagt die Vive-Professorin, Tine Rostgaard.

28 Prozent der Älteren, die Schwierigkeiten beim Besteigen von Treppen oder beim selbstständigen Anziehen hatten, bekamen 2002 kommunale Heimpflege gestellt. Zehn Jahre später hatte lag der Prozentsatz lediglich bei 15.

“Die Kommunen lassen mit ihren Kürzungen die Älteren im Stich”, sagt der Direktor des Seniorenverbandes Ældresagen, Bjarne Hastrup und ergänzt: “Das sich Eheleute des Öfteren sich selbst helfen müssen, kann dazu führen, dass plötzlich beide pflegebedürftig werden und ins Pflegeheim ziehen müssen”, so Hastrup.

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