Region Süddänemark

Sparen statt fordern: Region beendet Produktivitätsforderung

Sparen statt fordern: Region beendet Produktivitätsforderung

Sparen statt fordern: Region beendet Produktivitätsforderung

jrp/hee
Vejle
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Foto: dpa

Die Region Süddänemark lässt die Produktivitätsforderung weg. Dadurch soll mehr Behandlungsqualität gewährleistet werden. Die Kosten werden zum Teil aufgefangen.

Die Produktivitätsforderung in den Krankenhäusern der Region Süddänemark wird abgeschafft. So soll die Qualität der Behandlungen für die Patienten gesteigert werden. Das hat der zuständige Regionsrat auf seiner letzten Sitzung in diesem Jahr beschlossen.

Die Empfehlung dazu kam aus dem Gesundheitsausschuss des Regionsrates. Bisher galt für die Stationen in den Krankenhäusern, dass sie die Produktivität in jedem Jahr um zwei Prozent steigern mussten. Das führte zur Überbelastung des Personals. Der Regionsrat hat nun auf die Mitarbeiter in den Krankenhäusern gehört und beschlossen, diese Forderung einzustampfen.

Heißes Eisen

Die Effektivisierungsauflage war ein heißes Eisen im zurückliegenden Regionsratswahlkampf. Hatten zuvor Vertreter der Regierung und der Regionsspitzen die Auflagen zur ständigen Effektivitätssteigerung verteidigt, sprangen die Parteien nach und nach alle von diesem Diktat ab. Zuletzt war die Auflage in der Vereinbarung zwischen dem Finanzministerium und dem Verband der Regionen festgelegt worden. Die Regionsvertreter hatten vergeblich deren Streichung gefordert.

Nach Streichung der Effektivisierungsauflage wird das Augenmerk auf die Qualität der Behandlung und Betreuung der Patienten gelegt. Dabei entstehen jedoch Kosten, denn das Personal arbeitet nicht mehr unter dem Druck der Zeit. Die Regionspolitiker sind sich jedoch einig, dass durch den Wegfall Effekte entstehen, die sich positiv unter anderem auf den Krankenstand bei den Mitarbeitern auswirken und somit wiederum Kosten eingespart werden.

Trotzdem rechnen die Politiker mit Kosten in Höhe von 100 Millionen Kronen. Die sollen durch ein verbessertes Einkaufskonzept für Medikamente und Ausstattung zumindest zum Teil eingespart werden. Ein zu erwartendes Minus im Jahr 2018 soll dann bei kommenden Haushaltsverhandlungen berücksichtigt werden.

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