Wissenschaft

Schattendasein: Dänisch als Forschungssprache verschwindet

jt
Kopenhagen
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Lediglich 14 Prozent der veröffentlichten Studien und Forschungen dänischer Universitäten waren auf Dänisch. Problematisch, meint der dänische Sprachbehörde.

Die Zahl der dänischen Studien wird immer weniger. Wo 2009 noch 21 Prozent der veröffentlichten Forschungen und Studien auf Dänisch verfasst wurden, lag 2016 die Zahl lediglich bei 14 Prozent. Das zeigt eine neue Analyse des Gewerkschaftsmagazines der Akademiker Magisterbladet.

Es sei problematisch, dass die dänische Forschungssprache langsam verschwindet, meint die Direktorin der dänischen Sprachbehörde (Dansk Sprognævn), Sabine Kirchmeier. „Das bedeutet, dass wir letzten Endes immer schlechter werden, unser Wissen auf Dänisch zu vermitteln“, so Kirchmeier zu Magisterbladet.

Sie erlebe des Öfteren, dass es dänischen Forschern schwerfällt, bei Vorträgen die richtigen dänischen Wörter zu finden.

Die Dänische Volkspartei teilt die Haltung Kirchmeiers und bezeichnet die aktuelle Situation als ein „Teufelskreis“. „Wenn man nicht die dänische Sprache für eine Weitervermittlung nutzt, dann zeichnet sich das in der gesamten Gesellschaft aus und hat ernstzunehmende Folgen für die dänische Sprache“, so der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der Dänischen Volkspartei, Jens Henrik Thulesen

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