Umwelt und Natur

Robben brauchen auch Zeit zum entspannen

Robben brauchen auch Zeit zum entspannen

Robben brauchen auch Zeit zum entspannen

Kopenhagen
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Foto: Volker Heesch

Die dänische Tierschutz-Hotline wird derzeit in den Schulferien oft genutzt. Ein Großteil der Anrufer sind besorgte Bürger, die meinen, eine Robbe in Not gesehen zu haben.

In den Schulferien laufen die Hörer der Tierschutz-Hotline mit der Rufnummer 1812 heiß. Doch oft sind die Tiere gar nicht in Gefahr, erklärt die Leiterin der Tierschutzzentrale, Camilla Jensen, in einer Pressemitteilung.

Die besorgten Bürger rufen insbesondere des Öfteren wegen Robben an. „Wir verzeichnen in den Schulferien einen Anstieg an Anrufen von Bürgern, die meinen, dass eine Robbe Hilfe braucht. Doch meist entspannen die Robben sich lediglich und das wissen die Leute nicht“, so Jensen.

Michael Carlsen, Biologe bei der Tierschutzorganisation Dyrenes Beskyttelse, bestätigt die Aussage Jensens. „Die Robben können sich nicht unbegrenzt im Wasser aufhalten. Sie müssen auch ab und zu an Land und sich ausruhen“, so Carlsen.

Er hat einen Rat an die vielen Strandgäste. „Sieht man eine Robbe am Strand, dann ist das nichts ungewöhnliches. Hat die Robbe jedoch sichtbare Verletzungen oder Zeichen einer Krankheit, dann ist es wichtig, die Tierschutz-Hotline anzurufen“, erklärt Carlsen. Darüber hinaus dürfe man nicht vergessen, dass Robben wilde Tiere sind, weshalb es wichtig ist, Abstand zu halten, weil sie sich im Beisein von Menschen bedroht fühlen können, so der Biologe.

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