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Das Rennen um Studienwohnungen verschärft sich

Das Rennen um Studienwohnungen verschärft sich

Das Rennen um Studienwohnungen verschärft sich

jt
Kopenhagen
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Foto: Mads Joakim Rimer Rasmussen/Ritzau Scanpix

Aktuell bemühen sich tausende junge kommende Studierende um eine Studienwohnung in den Universitätsstädten Dänemarks. Obwohl seit Jahren neue Wohnungen geschaffen werden, verschärft sich die Lage.

Es wird ein kompliziertes Puzzle werden, wenn innerhalb der kommenden Monate rund 65.000 neue Studierenden eine Wohnung finden sollen. Wie viele von ihnen beim Studienanfang ohne eine Wohnung dastehen ist noch unklar, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

Die Wohnungsknappheit ist ein jährlich immer wiederkehrendes Problem, erklärt die Vorsitzende des Gemeinschaftsrates der dänischen Studenten (De Studerendes Fællesråd), Sana Mahin Doost. „Die Lage ist problematisch und verschärft sich von Jahr zu Jahr. Immer mehr ziehen von Sofa zu Sofa von Bekannten und einige müssen gar ihr Studium abbrechen und zu ihren Eltern nach Hause ziehen, weil sie keine Wohnung finden“, so Doost.

Sie wird von der wohnungspolitischen Organisation CIU, die wohnungslose Jugendliche bei der Wohnungssuche in der Hauptstadt Kopenhagen helfen, unterstützt. „Früher wurde es als problematisch gesehen, wenn man auf dem Sofa bei Bekannten schlief. Doch heute hat man Glück, wenn einem diese Möglichkeit angeboten wird“, erklärt der Organisationschef, Rasmus Okholm-Hansen.

In Kopenhagen herrscht wie in den vergangenen Jahren beim Studienanfang eine große Wohnungsknappheit. Die Kommune baut zur Zeit rund 6.000 neue Studentenwohnungen und 2.000 provisorische Containerwohnungen. Diese sollen in zwei bis drei Jahren fertigstehen. „Die Wohnungsproblematik ist ein Thema, das wir sehr ernst nehmen. Deshalb bauen wir historisch viele neue Wohnungen“, so der politische Sprecher der Sozialdemokraten in der Hauptstadt, Jonas Bjørn.

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