Vertrauliche Daten

Polizei untersucht Sicherheitslücke bei Telefongesellschaften

Polizei untersucht Sicherheitslücke bei Telefongesellschaften

Polizei untersucht Sicherheitslücke

dodo/Ritzau
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Vertrauliche Daten sollen in falsche Hände gelangt sein. Foto: Simon Læssøe / Ritzau Scanpix

Jahrelang hatten Mitarbeiter der Telekommunikationsunternehmen ohne Sicherheitsfreigabe Zugang zu vertraulichen Ermittlungsdaten. Die Reichspolizei ermittelt nun.

In den vergangenen fünf Jahren haben diverse Mitarbeiter aus Telefongesellschaften Zugang zu vertraulichen Telefondaten aus verschiedenen Polizeifällen gehabt, ohne, dass diese eine Sicherheitsfreigabe dazu hatten. Das gab die Reichspolizei am Sonnabend bekannt.

Dabei geht es um Zugang zu einem speziellen Fallbearbeitungssystem mit Informationen zu unter anderem Abhörungen.

Ermittlungen eingeleitet

Die Polizei hat vor diesem Hintergrund nun Ermittlungen eingeleitet.

„Es ist von entscheidender Bedeutung, dass das Personal der Telefongesellschaften, das Kenntnis von aktuellen Polizeiermittlungen hat, vorher einer Sicherheitsprüfung unterzogen wird. Deshalb werden wir nun die ganze Telekommunikationsbranche dazu verpflichten, dass sie die Regeln in dem Bereich einhält“, so der Chef der Reichspolizei, Jens Henrik Højbjerg, in einer Pressemitteilung.

Beim Branchenverband „Teleindustrien“ geht man lediglich davon aus, dass es sich um einen Systemfehler handelt, wo Mitarbeiter Zugänge offen standen, die sie eigentlich nicht hätten haben dürfen.

„Es gibt nichts, was darauf hindeutet, dass diese Zugänge auch tatsächlich genutzt oder missbraucht wurden“, so der Direktor von „Teleindustrien“, Jakob Willer.

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