Coronavirus

Pflegeheimbewohner und Krankenhauspatienten sollen getestet werden

Pflegeheimbewohner und Krankenhauspatienten sollen getestet werden

Mehr Tests in Pflegeheimen und Krankenhäusern

cvt, Ritzau
Kopenhagen/Apenrade
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Coronatest
Pflegeheimbewohner und das Personal sollen künftig getestet werden. Foto: Niels Christian Vilmann/Ritzau Scanpix

Risikogruppen sollen noch besser geschützt werden: Mitarbeiter und Heimbewohner sowie Patienten mit längerem Krankenhausaufenthalt sollen ebenso getestet werden wie Menschen, die mit Erkrankten in Kontakt waren.

Künftig sollen alle, die einen Krankenhausaufenthalt von mehr als 24 Stunden vor sich haben, auf den neuartigen Coronavirus getestet werden. Das geht aus den jüngsten Richtlinien der Gesundheitsbehörde für das Gesundheitswesen hervor.

Außerdem sollen Bewohner und Personal von Einrichtungen wie Seniorenwohnstätten und Pflegeheimen dann getestet werden, wenn bei einem Bewohner oder Pfleger die durch den Virus ausgelöste Erkrankung Covid-19 festgestellt wurde.

Die Richtlinien wurden herausgegeben, nachdem Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Soz.) am Montag verkündet hatte, dass künftig alle Personen mit Corona-Symptomen auf den Virus getestet werden sollen.

Auch Personen ohne Symptome werden getestet

Mit den neuen Richtlinien wird es nun auch möglich, Personen zu testen, die keine Symptome aufweisen, so Helene Bilsted Probst, Abteilungsleiterin bei der Gesundheitsbehörde, in einer Pressemitteilung.

„Mit den neuen Richtlinien fokussieren wir zielgerichtet darauf, eine Infektionsverbreitung in der Gesellschaft zu verhindern. Wir tun das dadurch, dass wir alle, die Symptome für Covid-19 aufweisen, testen, aber darüber hinaus beginnen wir auch damit, Personen ohne Symptome zu testen“, sagt sie.

„Das Ziel ist es, die Ansteckung von Personen mit besonderem Risiko, zum Beispiel in Pflegeheimen und Krankenhäusern, zu vermeiden“, so Probst weiter.

Die neuen Richtlinien deuten auch an, was der nächste Schritt sein könnte: Personen zu testen, die im Kontakt zu jemandem standen, der nachweislich mit dem Virus infiziert war.

„Darüber hinaus wollen wir auch untersuchen, wie man regelmäßig Personalgruppen testen kann, die mit verletzlichen Bürgern oder Patienten arbeiten.“

Laut Gesundheitsbehörde sind die Tests nicht so zuverlässig, wenn Personen ohne Symptome getestet werden.

Im Laufe der Woche will die Gesundheitsbehörde einen aktualisierten Ratgeber zur Vorbeugung der Infektionsausbreitung in Institutionen veröffentlichen, in der kommenden Woche soll bekannt gegeben werden, wie die Tests von Nahkontakten ablaufen sollen.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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