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Numerus clausus an dänischen Universitäten sinkt

Numerus clausus an dänischen Universitäten sinkt

Numerus clausus an dänischen Universitäten sinkt

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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70.000 Studienplätze sind für das kommende Semester vergeben worden. Foto: dpa

Da der Bonus für einen schnellen Studienstarter weggefallen ist, erfordert in diesem Jahr kein Studiengang einen Notendurchschnitt über 12.

In den vergangenen Jahren ist ein Notendurchschnitt oberhalb der Top-Note 12 notwendig gewesen, um einen Platz in den begehrtesten Studiengängen in Dänemark zu bekommen.

In diesem Jahr sinkt der Numerus clausus für die meisten Fächer allerdings deutlich. Das zeigen neue Zahlen des Studienkatalogs. Demnach wird es in diesem Jahr für keinen Studienplatz mehr notwendig sein, einen besseren Notenschnitt als 12 vorzuweisen.

CBS immer noch an der Spitze

Der Studiengang mit dem höchsten Numerus clausus ist weiterhin „International Business“ an der Copenhagen Business School. Um einen Platz zu bekommen ist ein Notendurchschnitt von 11,3 nötig – im vergangenen Jahr lag dieser noch bei 12,4.

Als Grund für die niedrigeren Anforderungen nennt Ausbildungsministerin Ane Halsboe-Jørgensen (Sozialdemokraten), dass der Bonus für einen schnellen Studienstart weggefallen ist.

Der 2009 eingeführte Bonus hatte dazu geführt, dass Jugendliche, die spätestens zwei Jahre nach dem Abitur mit einem Studium begonnen hatten, ihren Notendurchschnitt mit dem Multiplikator von 1,08 erhöhen konnten.

„Wenn man ein Studium aufnimmt, sollte es darum gehen, was man kann und nicht, ob man sich beeilt“, so die Ministerin zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Weniger Stress für Gymnasiasten

Sie hofft, dass so auch der Druck auf die Gymnasiasten sinkt, einen besseren Notendurchschnitt als 12 zu erreichen.

„Ich höre von vielen Jugendlichen, dass sie sich unter Druck gesetzt fühlen, weil sie so einen starken Fokus darauf haben, eine bessere Note als 12 zu bekommen. Das wirkt sich negativ auf ihr Wohlbefinden aus. Hoffentlich hilft der niedrigere Numerus clausus nun, den Druck etwas zu nehmen“, so Halsboe-Jørgensen.

Obwohl der Bonus wegfällt, ist es weiterhin möglich einen Notendurchschnitt über 12 zu erreichen, da Gymnasiasten, die ein zusätzliches A-Fach belegen einen Multiplikator von 1,03 für ihre Abschlussnote verdienen können. Bei zwei zusätzlich belegten A-Fächern wird das Endergebnis sogar mit 1,06 multipliziert, sodass maximal ein Notendurchschnitt von 12,7 möglich ist.

Knapp 70.000 Studienplätze wurden in diesem Jahr vergeben, so viele wie noch nie zuvor.

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