Neue Umfrage

Nichtwestliche Einwanderer können auch Dänen sein

Nichtwestliche Einwanderer können auch Dänen sein

Nichtwestliche Einwanderer können auch Dänen sein

Kopenhagen
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Philip Yazdani, der in der früheren Debatte laut Martin Henriksen (DF) sich nicht als Däne bezeichnen kann. Foto: scanpix

Die Mehrheit der Befragten in einer neuen Umfrage meint, dass nichtwestliche Einwanderer sich auch Dänen nennen können. Das Folketing diskutiert heute wieder über die Formulierung eines umstrittenen Gesetzestextes zum Thema.

Die Mehrheit der Befragten in einer neuen Umfrage meint, dass nichtwestliche Einwanderer sich auch Dänen nennen können. Das Folketing diskutiert heute wieder über die Formulierung eines umstrittenen Gesetzestextes zum Thema.

Kann man sich als Däne bezeichnen, obwohl ein Elternteil nicht aus einem westlichen Land stammt? Ja, meint eine große Mehrheit der dänischen Bevölkerung. Dies zeigt eine neue Umfrage von Voxmeter im Auftrag von Ritzau. 1.005 Personen wurden demnach befragt, wobei 75,4 Prozent meinen, dass man sich trotz eines Migrantenhintergrunds als Däne bezeichnen kann. Lediglich 17,9 Prozent waren dagegen, während 6,7 Prozent keine Haltung zu der Frage hatten.

Die generelle Haltung in der Bevölkerung ist jedoch, dass es mehr als die Staatsbürgerschaft braucht, um sich Däne nennen zu können, so die aktuelle Forschung. „Die meisten Dänen meinen schon, dass man sich als Einwanderer auch als Däne bezeichnen kann. Die Sprache erlernen und Respekt vor dem dänischen Gesetz haben, sind jedoch Kriterien dafür, dass man sich als Däne bezeichnen kann“, so Professor Christian Albrekt Larsen von der Aalborg Universität.

Der Hintergrund für die Umfrage war die vom Folketing Anfang des Jahres veröffentlichte Formulierung, dass die Dänen in Wohngebieten nicht in Unterzahl geraten sollen. Es zeigte sich, dass der Anteil von Einwanderern und Nachkommen von nichtwestlichen Ländern in einigen Wohngebieten Dänemarks bei über 50 Prozent liegt. Die dänische Einheitsliste und Radikale Venstre hoffen bei der heutigen Diskussionsrunde im Folketing auf eine Redigierung der Formulierung.

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