Region Süddänemark

Neuer Vertrag für Luftrettung aus Niebüll liegt bereit

Neuer Vertrag für Luftrettung aus Niebüll liegt bereit

Neuer Vertrag für Luftrettung aus Niebüll liegt bereit

Peter Lassen
Peter Lassen Hauptredaktion
Vejle/Niebüll
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Der Niebüller Rettungshelikopter „Christoph Europa 5“ auf dem Dach des Kieler Krankenhauses. Foto: Ruben Karschnick

Die Region Süddänemark hat für eine Fortsetzung des  deutschen Helikopters bereits ein Papier vorliegen. In Vejle geht man von einem Vertragsvolumen von 1,4 Millionen Kronen pro Jahr aus.

Auch künftig soll der Rettungshelikopter aus Niebüll in Dänemark zum Einsatz kommen. Ein neuer Vertrag liegt unterschriftsreif vor und muss am kommenden Montag nur noch vom Regionsrat Süddänemarks das „Go“ erhalten. Der Geschäftsausschuss der Region hat schon mit großer Mehrheit dafür plädiert, dass der Niebüller Rettungshelikopter weiter über die Grenze fliegen soll, um in akuten und grenznahen Fällen schnell Hilfe zu gewährleisten.

Die DRF-Luftrettung und die Region Süddänemark setzen dabei darauf, dass der Hubschrauber am Standort Niebüll weiterhin 365 Tage im Jahr bei Tageslicht bereit ist, innerhalb von drei Minuten zu starten. Angefordert wird er zukünftig von der regionalen Alarmzen-trale in Odense über die Leitstelle Nord in Harrislee. Während des Einsatzes nördlich der Grenze kommuniziert der Rettungshelikopter aber mit Odense.

Vertraglich zugesichert wird auch, dass der mit einem Piloten, einem Notarzt und einem Notfallsanitäter bemannte Helikopter in mindestens 25 Prozent der Einsatzzeit einen Dänisch sprechenden Sanitäter an Bord haben wird. Die Region sichert der DRF auch zu, dass man einen Notarzt des Krankenhauses Sønderjylland in Apenrade für mindestens 70 Schichten bereitstellen wird. Der Einsatz wird mit 72,90 Euro pro Minute vergütet, und es wird monatlich bilanziert.

Regionsrat war schon früh für Fortsetzung

Der Regionsrat in Vejle beschloss schon im September vergangenen Jahres, dass Verhandlungen über eine Fortführung der Luftrettung aus Niebüll eingeleitet werden sollten. Die laufende Rahmen-Absprache läuft bald aus, denn Falck hatte im vergangenen Jahr die seit 2005 laufende oder eher fliegende Zusammenarbeit mit der Deutschen Rettungsflugwacht zum 31. Januar 2018 gekündigt.

Der neue Vertrag baut auf dem bisherigen auf und dient als Supplement zu den dänischen Rettungshelikoptern. In Vejle geht man von einem Vertragsvolumen von 1,4 Millionen Kronen pro Jahr aus – und von 80 bis 100 Einsätzen jährlich. So relativ wenig, dass die Aufgabe nach Ansicht der Region nicht ausgeschrieben werden muss, wie das sonst erforderlich wäre.

Um nicht von der EU „abgeschossen“ zu werden, hat die Region im Vorfeld EU-weit eine „prophylaktische Bekanntmachung“ veröffentlicht und erklärt, wieso man vorhat, mit einem erfahrenen Anbieter in Sachen Flugrettung eine Rahmenabsprache abzuschließen. Es seien keine Einsprüche gekommen, sodass der Weg im Prinzip frei sei für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der DRF in Niebüll – wenn der Regionsrat dies am Montag absegnet.

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