Straßenverkehr

Neue Fahrausbildung: Das sagen Fahrschüler

Neue Fahrausbildung: Das sagen Fahrschüler

Neue Fahrausbildung: Das sagen Fahrschüler

Maylin Adomat
Apenrade/Aabenraa
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Die Fahrschüler Katharina Kley und Lasse Søndergaard melden sich zu den geplanten Änderungen in der Fahrausbildung zu Wort. Foto: Maylin Adomat

Nachdem in der vergangenen Woche in Kopenhagen vorgeschlagen wurde, die Fahrschulausbildung zu überarbeiten und in einigen Bereichen zu verändern, geben nun zwei Jugendliche ihre Einschätzung zu diesen Plänen.

Mehr Unterrichtsstunden in Verhalten und Risikoeinschätzung und mehr Fahrstunden, dafür weniger stures Auswendiglernen – das sind die Forderungen, die Verkehrsminister Benny Engelbrecht (Soz.) zukünftig in der Fahrausbildung durchsetzen möchte.

Katharina Kley und Lasse Søndergaard, Schüler am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig, die sich momentan auch in ihrer Fahrausbildung befinden, berichten von ihren eigenen Erfahrungen und sprechen darüber, wie sie die geplanten Änderungen einschätzen.

In der Fahrschule wird den Themen Verkehrssicherheit, menschliches Verhalten und Risikoeinschätzung bereits ein hohes Gewicht beigemessen. Darüber sind sich die beiden Schüler einig.

Von der ersten Theoriestunde an seien insbesondere Geschwindigkeit und Alkohol als Risikofaktoren ausführlich thematisiert worden. Videos zur Veranschaulichung von richtigem und falschem Fahrverhalten seien dabei auch Bestandteil der Unterrichtsstunden, wie Søndergaard berichtet. Auch Kley bestätigt, dass den Fahrschülern ihrer Fahrschule „viel gesunde Vernunft“ eingeschärft wird. Abschreckende Bilder von Unfällen seien ebenfalls Teil des Unterrichts.

Die Forderungen aus Kopenhagen, solche Themen noch weiter zu vertiefen, halten Kley und Søndergaard grundsätzlich für sinnvoll. „Natürlich ist es wichtig, die Verkehrsschilder zu kennen, aber es ergibt Sinn, weniger harte Fakten zu lernen, sondern richtiges Verhalten“, meint Kley und fügt hinzu, dass sie die Modernisierung und die Anpassung der Fahrausbildung an die Gesellschaft als positiv empfindet. Extra-Fahrstunden seien ebenfalls sinnvoll, um mehr Routine in unterschiedlichen Fahrsituationen zu bekommen, ergänzt Søndergaard.

Mehr Unterrichtsstunden könnten, nach Einschätzung der beiden Schüler, viel Positives bewirken. „Ich denke, junge Menschen sind sehr beeinflussbar, wenn man ihnen das korrekte Verhalten gut einschärft“, sagt Kley.

Einen Kritikpunkt können die beiden jungen Menschen aber dennoch finden. Ihre bisherige Erfahrung habe ihnen gezeigt, dass es teilweise schwierig ist, den nächsten Termin für eine Fahrstunde zu bekommen, da die Fahrlehrer meist einen vollen Kalender haben. Zusätzliche Stunden würden somit die Fahrlehrer noch stärker belasten und die Ausbildungszeit der Fahrschüler verzögern. Dies sei ein Problem, das auf jeden Fall gelöst werden müsse.

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