Nach 25 Jahren erneutes Experiment

Nationalmuseum fordert Bürger auf, Tagebuch zu führen

Nationalmuseum fordert Bürger auf, Tagebuch zu führen

Nationalmuseum fordert Bürger auf, Tagebuch zu führen

Kopenhagen
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Foto: dpa

Am 6. September sollen die dänischen Bürger ihren Alltag schriftlich festhalten und die Aufzeichnungen dem Nationalmuseum zur Verfügung stellen. Vor 25 Jahren wurde das Experiment schon einmal durchgeführt. 51.000 Bürger beteiligten sich damals. Forscher erwarten ganz besondere Erkenntnisse.

25 Jahre ist es her, dass das Nationalmuseum in Kopenhagen von 51.000 dänischen Bürgern Aufzeichnungen darüber eingesammelt hat, was sie am Mittwoch, den 2. September 1992 alles getan haben.

Nun soll dieses Experiment wiederholt werden. Das Nationalmuseum fordert die Bürger auf, am 6. September dieses Jahres Tagebuch zu führen und die Aufzeichnungen an das Museum zu übermitteln.

Dies sei ein fantastischer Einblick in den Alltag der Bürger, meint Christian Sune Pedersen, Forschungschef des Nationalmuseums.

„Diese Tagebücher sind wichtig, weil sie unglaublich detailliertes Material darüber sind, wie die Menschen leben. Wir können sie nutzen, um sie mit den Tagebüchern der vorherigen Einsammlung zu vergleichen. Gleiches könnte man in Zukunft wieder machen“, so der Forschungschef zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Alltag hat sich verändert

Seitdem das Experiment zuletzt stattfand, hat sich der Alltag der Bürger sehr verändert. 1992 war die Mauer in Berlin gerade erst gefallen, Aids war eine tödliche Krankheit und Festnetztelefone dominierten dort, wo heute nur noch Mobiltelefone genutzt werden, so Pedersen.

Die letzte Einsammlung von tausenden verschiedenen Geschichten gab dem Museum einen einzigartigen Einblick in den Alltag der Bürger im Jahr 1992. Gleiches erhofft sich Christian Sune Pedersen nun auch. „Es ist eine fantastische Quelle, um zu sehen, wofür die Bürger ihr Geld ausgeben, was sie tun und was sie denken. Es ist wie eine Zeitkapsel die einfach immer weiter gefüllt wird.“

Er fordert daher alle dänischen Bürger, die sich an dem Experiment beteiligen möchten, auf, am 6. September ihren gesamten Tag schriftlich festzuhalten. Beispielsweise wann sie aufgestanden sind, was sie zum Frühstück gegessen haben und mit wem und über was sie im Laufe des Tages gesprochen haben.

Diese Aufzeichnungen sollen dann per E-Mail an das Nationalmuseum übermittelt werden.

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