Coronavirus

Massentests in Mittjütland

Massentests in Mittjütland

Massentests in Mittjütland

Ritzau/hm
Holstebro
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In zwei Kommunen Mittjütlands werden alle Bürgerinnen und Bürger aufgefordert sich testen zu lassen. Foto: Tobias Schwarz/AFP/Ritzau Scanpix

Die Regierung hatte es angekündigt: Neben der Tötung aller Nerze im Land sollte es Corona-Massentests geben. In zwei Kommunen werden nun alle Menschen aufgefordert, sich testen zu lassen.

Das Gesundheitsministerium fordert alle Bürger in den Kommunen Holstebro und Ringkøbing-Skjern zu einem Coronatest auf. Betroffen sind rund 115.000 Bürgerinnen und Bürger. Die Test-Initiative der Regierung soll bis zum 3. Dezember dauern und in dieser Woche starten. Ziel ist es, Infektionsketten zu durchbrechen.

Grund der Tests sind Infektionen von Mitarbeitern auf Nerzfarmen

Grund für die Massentests sind die vielen Corona-Infektionen, die bei Mitarbeitern von Nerzfarmen gefunden wurden. In der Region Mittjütland wurden 180 Infektionen registriert, die mit Nerzfarmen in Beziehung stehen. Mehr als die Hälfte dieser Fälle wurden in den beiden genannten Kommunen gezählt.

Die dänische Seuchenschutzbehörde, das Staatliche Serum Institut (SSI), hält es für möglich, dass der Anteil von Infizierten mit einem veränderten Nerz-Virus in den kommenden Wochen in den beiden Kommunen steigen wird. Bislang sind aber keine weiteren Infektionen mit Coronaviren bekannt geworden, die die „Cluster-5“ Mutation aufweisen. Laut SSI haben sich Coronaviren mit genannter Mutation als resistenter gegenüber kommenden Impfungen gezeigt. Das SSI befürchtet aber weiterhin, dass sich die veränderten Coronaviren, die von Nerzen stammen, weiter mutieren können.

Der Inzidenzwert (Zahl der Infektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen) lag in Holstebro zuletzt bei 306, in Ringkøbing-Skjern bei 101. Der Landesdurchschnitt beträgt zurzeit 144.

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