Urteil

Mann muss wegen Bettelns 14 Tage ins Gefängnis

Mann muss wegen Bettelns 14 Tage ins Gefängnis

Mann muss wegen Bettelns 14 Tage ins Gefängnis

jt/ritzau
Kopenhagen
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Foto: Scanpix

Erstmals, seit das neue Gesetz gegen Bettler eingeführt wurde, ist eine Person verurteilt worden. Das Urteil lautet 14 Tage Haft ohne Bewährung.

Erstmals, seit das neue Gesetz gegen Bettler eingeführt wurde, ist eine Person verurteilt worden. Das Urteil lautet 14 Tage Haft ohne Bewährung.

Ein historisches Urteil: Am Dienstag ist erstmals eine Person in Dänemark wegen Bettelns verurteilt wurden. Ein Richter des Stadtgerichts von Kopenhagen verurteilte den rumänischen Staatsbürger zu 14 Tagen Haft ohne Bewährung. Sein Vergehen laut Klägerin Marlene Beynon: Der Mann hatte am 11. Juli am Bahnhof von Nørrebro mit einem Becher um Geld gebettelt.

„Es ist interessant, dass man durch die neuen Gesetze nun wegen Bettelns an öffentlichen Plätzen wie Bahnhöfe, Fußgängerzonen oder vor Supermärkten verurteilt werden kann“, so Klägerin Beynon. Durch das neue Gesetz müssen Polizisten an diesen Orten keine Verwarnung mehr an Bettler aussprechen, sondern können diese direkt in Gewahrsam nehmen.

Das Verfahren fand ohne den Angeklagten statt, da dieser nicht vor Gericht erschienen war. Nun ist es die Aufgabe der Polizei, ihn zu finden und ihn über das Urteil aufzuklären.

Das neue Gesetz gegen Bettler ist am 21. Juni dieses Jahrs in Kraft getreten. Bettler, die keinen Wohnsitz in Dänemark besitzen, können demnach zu einer Haftstrafe von 14 Tagen verurteilt werden.

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