Arbeitsmarkt

Ländlicher Raum: Jeder fünfte kommunale Job verschwunden

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Die Bewohner von Pflegeheimen können sich auf besseres Essen freuen. Foto: picture alliance / dpa

Jeder fünfte Arbeitsplatz in kommunaler Regie im ländlichen Raum ist seit 2010 verschwunden – vor allem Schulen, Kindergärten und Pflegeheime sind betroffen.

Während viele Kommunen – auch in Nordschleswig – den Abbau staatlicher Arbeitsplätze in ländlich geprägten Regionen beklagten, hat auch in den Kommunen eine „Zentralisierung“ stattgefunden.

Danmarks Statistik hat im Auftrag von Danmarks Radio errechnet, dass seit 2010 jeder fünfte kommunale Arbeitsplatz in Dänemark, 8.000 insgesamt, in kleinen Ortschaften verschwunden ist. Im selben Zeitraum ist in den „Hauptstädten“ der Kommunen nur jeder 14. Arbeitsplatz gestrichen worden.

Nachdem in den ersten Jahren nach Kommunalreform 2007 vor allem die Kommunalverwaltungen einer Zentralisierung unterzogen worden sind, betrafen die Arbeitsplatzverluste seit 2010 vor allem Schulen, Kindergärten und Pflegeheime.

Der Leiter des Centers für Landdistrikforschung der Süddänischen Universität, Egon Noe, erklärt, dass die kommunalinterne Zentralisierung viele Dörfer hart getroffen habe. Der Verlust kommunaler Einrichtungen ergebe einen Lawineneffekt. Viele Menschen verließen die Bereiche, Zuzügler mieden die Bereiche auch.

Mehr lesen