Prävention

Kriminelle nutzen Furcht vor Coronavirus aus

Kriminelle nutzen Furcht vor Coronavirus aus

Kriminelle nutzen Furcht vor Coronavirus aus

Ritzau/hm
Dänemark
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Wache
Ein Wachmann vor dem Krankenhaus in Gentofte Foto: Niels Christian Vilmann/Ritzau Scanpix

In Krisenzeiten kommen die guten Seiten des Menschen zum Vorschein – aber auch seine schlechten. Kriminelle nutzen die Furcht vor dem Coronavirus für ihre Zwecke aus. Die Polizei warnt, und in Krankenhäusern patrouillieren Wachleute.

In den vergangenen Tagen ist es im Zuge der Infektionswelle, hervorgerufen durch den neuen Coronavirus, zu Straftaten gekommen, die in Verbindung zur Pandemie stehen.

Mit dem Vorwand, von der Gesundheitsbehörde zu kommen und Coronavirus-Informationen übergeben zu wollen, haben zwei Männer am Sonntagvormittag in Aarhus versucht, sich bei einer 70-jährigen Frau Zugang zu verschaffen. Sie klopften an die Terrassentür, wedelten mit Papieren und sagten etwas über den Virus. Die ältere Dame erschreckte sich, öffnete die Tür aber nicht. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich in Bjæverskov auf Seeland.

Betrug auch im Internet

Die Polizei warnt vor dieser und anderen Maschen Krimineller und rät bei solchen Vorfällen, sofort die Polizei anzurufen und sich Personenmerkmale einzuprägen. Auch über das Internet versuchen Betrüger, Profit aus der Krise und der Furcht vor dem Virus zu schlagen, indem sie beispielsweise anbieten, Schutzmasken zu besorgen – gegen Überweisung im Voraus. Einige Opfer gingen darauf ein und wurden um ihr Geld gebracht.

Krankenhäuser beklaut

Wie die Hauptstadtregion mitteilt, wurde aus mehreren Krankenhäusern in den vergangenen Tagen Handdesinfektionsmittel, Schutzmasken und Schutzkleidung gestohlen. Aus diesem Grund hat die Region Wachleute angeheuert, die 24 Stunden lang patrouillieren. Auch die Polizei fährt Streife vor den Krankenhäusern. Zudem werde der Zugang zu den Krankenhäusern eingeschränkt, nur noch bestimmte Eingänge in den Krankenhäusern seien dann geöffnet, so die Region.

In Wojens/Voyens sind in der Nacht zum Montag bislang unbekannte Täter in die Arztpraxis am Woyenser Jernhytvej eingedrungen. Dort hatten sie es offenbar auf Desinfektionsmittel abgesehen.

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