Kampf gegen das Rauchen

Kræftens Bekæmpelse: Eine Zigarettenpackung muss 100 Kronen kosten

dodo
Kopenhagen
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Zigarette Rauchen
Der Großteil der Raucher in Dänemark hat im Alter unter 18 Jahren begonnen. Foto: Cameron Kirby/Unsplash

Die Krebshilfeorganisation lobt die Supermärkte, die ihre Zigaretten nicht mehr sichtbar für die Kunden aufbewahren. Von der Politik wünscht sie sich hingegen härteres Durchgreifen und höhere Tabakpreise.

Seitdem Discounter Netto seine Zigarettenpackungen nicht mehr sichtbar für die Kunden aufbewahrt, ist der Verkauf der Tabakwaren um fünf Prozent gesunken. Die Krebshilfeorganisation Kræftens Bekæmpelse lobt den Vorstoß, da er dabei hilft, Jugendliche davon abzuhalten, mit dem Rauchen anzufangen. Trotzdem sei dies noch nicht genug. Die Organisation schlägt vor, den Preis zu erhöhen.

„Wenn wir unser Ziel erreichen wollen, müssen wir auch die Unterstützung der Politiker haben, da für einige Dinge Gesetzesänderungen nötig sind“, so der Direktor von Kræftens Bekæmpelse, Jesper Fisker, zur Nachrichtenagentur Ritzau. Das wichtigste sei seiner Meinung nach, dass der Preis pro Zigarettenpackung schnell auf mindestens 60 Kronen angehoben wird – später dann weiter auf mindestens 100 Kronen.

Langweilige Zigarettenpackungen

Darüber hinaus müssten die Packungen grau und langweilig aussehen und an Schulen und in anderen Bereichen mit Kindern und Jugendlichen müsse komplettes Rauchverbot herrschen, so Fisker.

In Ländern wie Deutschland, Norwegen, Irland, Großbritannien oder Frankreich sind die Tabakpreise höher als in Dänemark. In Irland kostet eine Packung Zigaretten rund 75 Kronen.

Neben Netto haben auch eine Reihe anderer Supermärkte wie Føtex, Bilka, Rema1000 oder Kvickly damit begonnen, Zigaretten nicht mehr sichtbar für die Kunden zu lagern.

In Dänemark sterben im Jahr rund 13.600 Menschen an den Folgen des Rauchens – rund jeder fünfte dänische Bürger raucht.

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