Neue Untersuchung

Jeder fünfte Däne hat ein Mal pro Woche einen „fleischfreien“ Tag

jt/ritzau
Kopenhagen
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In den vergangenen fünf Jahren haben die Dänen ihren Verzehr von Fleisch reduziert. Grund dafür sind Klima- und Tierschutz, meint ein Forscher.

Jeder fünfte Däne verzichtet mindesten ein Mal pro Woche auf Fisch- und Fleischwaren, während 8,2 Prozent der Bevölkerung mindestens an drei Tagen in der Woche ihre Nahrung ohne Fleisch verzehren. Das zeigt eine neue Analyse von Coop Analyse und dem dänischen Vegetarierverein (Dansk Vegetarisk Forening).

Die Untersuchung basiert auf 1.010 befragten Personen, berichtet der Vegetarierverein. Doch die Untersuchung müsse mit einigen Vorbehalten beobachtet werden, meint die Ratgeberin des Nahrungsmittelinstitutes der Dänischen Technischen Universität (DTU), Sisse Fragt. „Die Teilnehmer in der besagten Studie haben wahrscheinlich alle ein großes Interesse in solchen Themengebieten. Deshalb kann die Zahl höher erscheinen, als diese es in Wirklichkeit ist“, so Fragt. Ihr zufolge ist ein fleischfreier Tag nichts Neues.

„Viele Dänen haben schon seit Jahren einen fleischfreien Tag. Untersuchungen haben gezeigt, dass es ganz einfach ist einen fleischfreien Tag zu haben. Wenn du jetzt morgens ein Brot mit Käse isst, mittags eine Suppe und abends wieder Brot, weil du keine Lust zum Kochen hattest, dann war dein Tag auch fleischfrei“, so Fragt.

Doch trotz allem ist der Verzehr von Fleischprodukten fallend. Der Grund hierfür ist ein aufkommendes Bewusstsein in der Bevölkerung für den Klima- und Tierschutz zu achten, meint Fragt.

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