Tipps für Silvester

Frohes neues Jahr auch für den Hund

Frohes neues Jahr auch für den Hund

Frohes neues Jahr auch für den Hund

Apenrade/Aabenraa
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Zu Silvester sollten Hunde den ganzen Tag angeleint sein, damit sie bei lauten Geräuschen nicht weglaufen. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Vierbeiner und Feuerwerk sind keine gute Kombination. Es gibt allerdings einige Tipps, wie Hund und Mensch ein ruhiges Silvester verbringen können.

Silvester und die Tage davor und danach sind stressig für Hunde und andere Tiere. Die lauten Geräusche von Feuerwerkskörpern machen den Hunden Angst, weshalb die Hundezüchter-Organisation Dansk Kennel Club Hundebesitzer ermutigt, Feuerwerkskörper vollständig zu meiden und die Verwendung ansonsten auf den Silvesterabend zu beschränken.

„Eine neue Regelung für das Zünden von Feuerwerkskörpern hält fest, dass nur vom 27. Dezember bis zum 1. Januar geknallt werden darf. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber es ist noch ein langer Weg, und wir würden es vorziehen, wenn das Feuerwerk nur an Silvester erlaubt wäre. Insbesondere der Lärm von Feuerwerkskörpern ist für viele Hunde und andere Tiere sehr beängstigend“, sagt Lise Lotte Christensen, Verhaltensberaterin des Dansk Kennel Clubs.

„Als Hundebesitzer sind wir dafür verantwortlich, dass unsere Hunde ein gutes und sicheres Leben führen. Es ist wichtig, in den kommenden Tagen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und eine Lösung für das neue Jahr zu finden, die auch für den Hund geeignet ist“, sagt Lise Lotte Christensen und gibt folgende Tipps:

1. Hund an der Leine halten

Jedes Jahr werden Hunde und deren Halter von einem Feuerwerkskörper überrascht. Das hat manchmal tragische Folgen, da der Hund davonläuft. Deshalb: Den Hund draußen und im Garten an der Leine lassen, auch wenn der Garten eingezäunt ist. Ein Hund in Panik kann überraschend hoch springen.

2. Halsbänder und Erkennungsmarken prüfen

Wenn der Hund davonläuft, ist es wichtig, dass er ein Halsband und eine gültige Hundemarke hat, damit die Person, die ihn findet, sowohl den Hund festhalten als auch eine Mobiltelefonnummer anrufen und den Besitzer erreichen kann. Die Informationen müssen auch im dänischen Hunderegister aktualisiert werden, falls der Hund das Halsband verliert.

3. Übung und Erholung

Am besten machen Hundebesitzer mit dem Tier tagsüber einen langen Spaziergang am Strand oder im Wald, wo Ruhe herrscht. Hier kann der Hund viel schnüffeln, seine Sinne ermüden und sich auspowern. Besonders die vielen sensorischen Eindrücke des Spaziergangs werden dem Hund zugutekommen und ihn später am Tag entspannter machen. Am Ende des Abends kann der Hund zur Belohnung einen Fleischknochen, Schweineohren oder irgendetwas bekommen, das dem Nagen standhält, sodass sein Fokus von den Außengeräuschen abgelenkt wird.

4. Hund um Mitternacht im Haus lassen

Der Hund sollte um 24 Uhr im Haus bleiben selbst, wenn ihm das Feuerwerk zunächst gleichgültig erscheint. Eine Warnrakete oder ein Böller kann dem Hund lebenslange Angst einjagen. Hunde können auch Raketen nachlaufen, die nicht richtig funktionieren, und sie bei Fehlzündungen in den Mund nehmen.

5. Versteck im Haus suchen

Wenn der Hund Angst hat, hilft es, die Vorhänge zuzuziehen und ihn so vor den Lichtblitzen zu schützen. Auch leise Musik kann die Geräusche von außen überdecken. Der Hund sollte in einem Raum mit der Familie sein, dazu kann der Hundekorb unter den Tisch gestellt werden oder eine andere Art von Höhle gebaut werden, in der der Hund Schutz suchen kann.

6. Ruhiger Raum bei Party

Bei einer Hausparty mit vielen Gästen ist es am besten, den Hund in einen ruhigen Raum zu bringen wie zum Beispiel das Schlafzimmer. Dort sollten die Vorhänge vorgezogenen sein, und mit etwas Musik aus dem Radio können Hintergrundgeräusche überdeckt werden, aber nur so laut, dass der Hund trotzdem die Familie hören kann. Die Tür sollte verschlossen sein, damit die Gäste den Hund nicht versehentlich erschrecken. Auch Tischfeuerwerke, Luftballons und Knallbonbons, die normalerweise im Inneren verwendet werden, können den Hund erschrecken.

7. Beruhigungsmittel

Wenn der Hund große Angst vor einem Feuerwerk hat, sollte mit einem Tierarzt über die Möglichkeit gesprochen werden, dem Hund mit angstmindernden Medikamenten zu helfen. Es gibt beispielsweise ein Gel, das auf die Mundschleimhaut des Tieres aufgetragen wird und als Anti-Angst-Mittel wirkt, den Hund jedoch nicht erschöpft.

8. Der Tag danach

In den Tagen nach Neujahr ist es besser, den Hund beim Spaziergang an der Leine zu lassen. Obwohl es nur bis zum 1. Januar erlaubt ist, Feuerwerkskörper zu zünden, geschieht dies noch bis weit in den Januar hinein. Auch Feuerwerksreste und Raketenstöcke sollten nicht von Hunden aufgehoben werden.

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