Verkehrssicherheit

Der Fahrradhelm setzt sich in Dänemark durch

Der Fahrradhelm setzt sich in Dänemark durch

Der Fahrradhelm setzt sich in Dänemark durch

cvt/Ritzau
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Zwei Frauen mit unterschiedlichen Helmen: Links ein kaum sichtbarer Airbag-Helm, der um den Hals getragen wird, rechts ein modischer Helm in traditioneller Beschaffenheit. Foto: Celina Dahl / Ritzau Scanpix

In der Radfahrernation werden heute weniger Menschen mit bei Unfällen erlittenen Kopfverletzungen behandelt. Innerhalb von 14 Jahren ist der Anteil derer, die beim Radeln Helm tragen, von 6 auf 42 Prozent gestiegen.

In Dänemark tragen heute deutlich mehr Radfahrer einen Helm als vor 14 Jahren. Von 6 Prozent ist ihr Anteil auf 42 gestiegen. Das teilt der Verkehrssicherheitsrat Rådet for Sikker Trafik mit.

„Es ist cooler geworden, einen Fahrradhelm zu tragen, und wir hoffen, dass diese Entwicklung anhält“, sagt der Dokumentationsberater des Rates, Jesper Hemmingsen.

Die neuen Zahlen gründen auf einer Umfrage unter 12.000 Radfahrern in 25 Städten, durchgeführt von Rådet for Sikker Trafik, der Stiftung TrygFonden und den Kommunen des Landes.

Bei Kindern hui – bei jungen Erwachsenen pfui

Besonders die Jüngsten nutzen heute Helme. Bei Kindern unter elf Jahren tragen fast alle (97 Prozent) einen Helm, bei den 11- bis 15-Jährigen sind es allerdings nur noch 63 Prozent – und die Kurve geht noch weiter bergab.

Bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 16 und 25 trägt der Umfrage zufolge nämlich nicht einmal jeder Dritte einen Helm (30 Prozent). Erst im Elternalter werden die Radfahrer in Dänemark wieder sicherheitsbewusster. Die Altersgruppe 26 bis 60 ist mit immerhin zu 42 Prozent „behelmt“.

„Wir sind noch nicht am Ziel, aber es geht in die richtige Richtung“, sagt Hemmingsen. Es gelte, Teenager und deren Eltern davon zu überzeugen, dass der Helm getragen wird.

Optimistisch ist er, weil die Kinder heute quasi mit dem Helm aufwachsen. „Wenn sie dann Teenager sind, nehmen sie diese Angewohnheit hoffentlich mit“, sagt Hemmingsen.

Weniger Verletzungen am Kopf

Die Zahl der Kopfverletzungen im Straßenverkehr würde dadurch weiter zurückgehen, prophezeit er. „Bei der Anzahl der gebrochenen Arme und Beine macht der Helm keinen großen Unterschied, aber wenn es um schwere Kopf- und Gesichtsverletzungen geht, spiegelt die Anzahl den zunehmenden Gebrauch von Fahrradhelmen wider“, meint er.

Frauen liegen mit einem Anteil von 44 Prozent übrigens vor Männern (39 Prozent) beim Benutzen von Fahrradhelmen.

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