Haushaltshilfen

Einheitsliste will Au-pair-Bestimmungen abschaffen

Einheitsliste will Au-pair-Bestimmungen abschaffen

Einheitsliste will Au-pair-Bestimmungen abschaffen

Dominik Dose
Dominik Dose Online-Redaktion
Kopenhagen
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Foto: dpa

Dies sei lediglich Import von billigen Arbeitskräften für wohlhabende Familien, meint die Partei. Unterstützung erhält sie von der Gewerkschaft FOA.

Dies sei lediglich Import von billigen Arbeitskräften für wohlhabende Familien, meint die Partei. Unterstützung erhält sie von der Gewerkschaft FOA.

Au-pairs sind beliebt. Sie kochen das Essen, hüten die Kinder und räumen das Haus auf – und das für wenig Geld. Doch damit soll Schluss sein, meinen Politiker der Einheitsliste und fordern eine Abschaffung der Au-pair-Bestimmungen.

„Das ist Import von billigen Arbeitskräften für wohlhabende Familien, die Haushaltshilfen suchen“, so der Sprecher für Beschäftigungspolitik der Partei, Finn Sørensen, zu TV2. Das große Problem ist seiner Meinung nach, dass Au-pairs nicht die gleichen Rechte wie Arbeitnehmer haben, die unter einen Tarifvertrag fallen.

Laut Einwanderungsbehörde erhielten 505 Au-pairs in den ersten fünf Monaten 2017 eine Aufenthaltsgenehmigung in Dänemark. Das sind deutlich weniger als im vergangenen Jahr, wo im gleichen Zeitraum 1.349 Aufenthaltserlaubnisse ausgestellt wurden – 2014 waren es sogar 2.000.

Trotz der sinkenden Zahl ist die Einheitsliste der Meinung, dass die Au-pair-Bestimmungen abgeschafft werden müsse.

„Das Arbeiten im Haushalt ist mit jeder anderen Form der Arbeit vergleichbar. Es darf nicht sein, dass die Frauen, die hierherkommen, Arbeiten verrichten, die eigentlich unter den Tarifvertrag fallen“, so Sørensen.

Unterstützung von FOA

Zustimmung erhält der Politiker von der Gewerkschaft FOA, die unter anderem für Reinigungspersonal zuständig ist. Der Vorsitzende Dennis Kristensen meint, dass es eine Vereinbarung geben müsse, die den Au-pair-Lohn anhebt. Statt der 4.150 Kronen, die ein Au-pair heute vor Steuerabzug erhält, schlägt er vor, den Lohn auf 5.355 Kronen anzuheben – so viel, wie ein auszubildender Servicemitarbeiter erhält, der die gleiche Arbeit verrichtet.

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