Neue Umfrage

DR soll bleiben, wie es ist

DR soll bleiben, wie es ist

DR soll bleiben, wie es ist

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Aarhus
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Hauptsitz von Danmarks Radio in Kopenhagen. Foto: Scanpix

Drei von vier dänischen Bürger wollen, dass der öffentlich-rechtliche TV- und Radiosender DR (Danmarks Radio) weitermacht, wie bisher. Die Unterstützung für DR aus der Bevölkerung ist weitaus größer als die von den Politikern und Medien des Landes, meint ein Experte.

Der dänische TV- und Radiosender DR soll rund 25 Prozent seines Budgets kürzen, meinen viele der bürgerlichen Politiker Dänemarks. Doch bei einer Bevölkerungsumfrage unter 1.000 Bürgern zeigt sich ein anderes Bild, berichtet das Gewerkschaftsmagazin Fagbladet 3F.

In der Umfrage meinen knapp 72 Prozent der Befragten, dass es wichtig sei, dass die Politiker ein gutes Public-Service-Angebot sichern, während 28 Prozent nicht meinen, dass die Politiker sich darum kümmern sollten. Gleichzeitig sind 54 Prozent der Meinung, dass eine Kürzung des Budgets von DR das Public-Service-Angebot deutlich verschlechtern würde. 29 Prozent finden eine Budgetkürzung gut, berichtet 3F.

Laut Medienforscher Frands Mortensen von der Universität in Aarhus ist die Unterstützung seitens der Bevölkerung für DR deutlich größer als von den Politikern. „Die Dänen sind generell gesehen eigentlich zufrieden mit DR als Medienhaus. Das zeigen nicht nur die aktuelle Umfrage, sondern auch etliche vorherige Untersuchungen“, so Mortensen zu 3F.

In der vergangenen Zeit war DR des Öfteren in die öffentliche Kritik geraten. Hohe Ausgaben für Gehälter, tägliche Flugtickets für Mitarbeiter und der teure Heimtransport eines privaten Pferdes hatten das Bild von DR getrübt.

„Es ist verständlich, dass solche Dinge bei einigen Bürgern nicht gut ankommen. Doch im Vergleich zu den Gesamtsummen, die DR hat, sind das Kleinbeträge. Und die können auch nicht die grundlegende Zufriedenheit unter den Bürgern beeinflussen“, sagt Mortensen zu 3F.

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