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DI: Sechs-Tage-Regel ist große Bürde für den Tourismus

DI: Sechs-Tage-Regel ist große Bürde für den Tourismus

DI: Sechs-Tage-Regel ist große Bürde für den Tourismus

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Derzeit darf nur ins Land, wer aus Schleswig-Holstein kommt oder mindestens sechs Übernachtungen gebucht hat. Foto: Claus Fisker/Ritzau-Scanpix

Ausländische Hotelgäste übernachten laut Statistik im Durchschnitt 2,2 Nächte in Dänemark. Aus diesem Grund wäre die Abschaffung der aktuellen Übernachtungsregel ein wichtiger Beitrag für die blutende Tourismusbranche, meint Dansk Industri.

Bis zum kommenden Jahr wird die dänische Tourismusbranche bei gleichbleibenden Regeln weitere 3,5 Milliarden Kronen durch ausbleibende Touristen verlieren. Das zeigen neue Berechnungen des Branchenverbandes Dansk Industri (DI). Diese basieren auf den Übernachtungszahlen europäischer Touristen vom zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres.

„Wenn Dänemark an der Regel festhält, dass man nur ins Land kommen darf, wenn man mindestens sechs Tage bleibt, kann sich Dänemark mit ziemlicher Sicherheit von vielen Kurzurlaubern verabschieden. Touristen bleiben im Durchschnitt 2,2 Nächte in dänischen Hotels, sodass ein großer Teil von ihnen durch die aktuelle Regel ferngehalten wird“, sagt Sune K. Jensen, Tourismuschef bei DI, zum Branchenmedium „DIBusiness.dk“.

Roten Zahlen bleiben in jedem Fall

Er betont aber auch, dass eine Abschaffung der Regel die Branche nicht aus den roten Zahlen holen kann.

„Es wäre lediglich ein Pflaster auf eine offene Wunde“, so der DI-Experte.

Trotzdem wäre es wichtig, die Regel schnell abzuschaffen, weil man sehe, dass das Interesse groß sei und man so noch viele Wochenendtouristen anziehen könnte, sagt Jensen.

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