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Chemie-Unfall in Dänemark: Behörden proben den Ernstfall

Chemie-Unfall in Dänemark: Behörden proben den Ernstfall

Chemie-Unfall in Dänemark: Behörden proben den Ernstfall

dodo
Jütland
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Durch Übungen wie diese bereiten sich die Behörden auf den Ernstfall vor. Foto: Hounsfield Pierre/Abaca/Ritzau Scanpix

Mehr als 30 Akteure unter anderem von Behörden, Polizei und Krankenhäusern simulieren am Donnerstag einen Zwischenfall in Jütland. Es sei wichtig, jederzeit auf das Schlimmste vorbereitet zu sein, sagt Übungsleiter Ulrik Keller.

Am Donnerstag kommt es in Jütland zu einer Chemiekatastrophe. Glücklicherweise handelt es sich dabei nur um eine Übung. Die Krisenmanagementübung „Krisøv“ findet alle zwei Jahre statt, um zu testen, ob die verschiedenen Behörden auf den Ernstfall vorbereitet sind.

„Dänemark ist zum Glück ein friedliches Land. Wir können allerdings nicht ausschließen, dass wir eines Tages von ernsthaften Zwischenfällen betroffen sein werden. Wir müssen bereit sei, wenn das Unglück unser Land trifft. Deshalb trainieren wir die Ereignisse, die selten eintreten und beziehen einen großen Kreis an Teilnehmern mit ein, um die Szenarien zu proben“, sagt Übungsleiter Ulrik Keller vom Center für Krisensteuerung der Bereitschaftsbehörde zu Ritzau.

Eine der größten Bedrohungen

Laut einer Risikoanalyse der Bereitschaftsbehörde aus dem Jahr 2017 gehören chemische Zwischenfälle zu den zehn größten Bedrohungen für Dänemark. Diese geschehen demnach häufig durch Industrie- und Transportunfälle und können durch das Austreten gefährlicher Stoffe gefährlich für die Natur und den Menschen werden.

„Zum Glück geschieht so etwas selten, aber wenn es in einer halben Stunde passiert, müssen wir bereit sein“, so Keller.

Mehr als 30 Akteure nehmen an der Übung teil. Darunter unter anderem Polizei, Gesundheitspersonal und Medien. An der Spitze steht ein Sicherheitsausschuss des Staatsministeriums.

Da die Übung allerdings ohne Blaulicht und Sirenen stattfindet, werden die dänischen Bürger nichts davon mitbekommen.

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