Energie

Breite Einigung auf Senkung der Stromabgaben ab 1. Mai

Breite Einigung auf Senkung der Stromabgaben ab 1. Mai

Breite Einigung auf Senkung der Stromabgaben ab 1. Mai

Kopenhagen
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Foto: dpa (Symbolfoto)

Die Abgaben auf Strom für Heizzwecke sollen gesenkt werden. Damit können Haushalte und Unternehmen bereits ab 1. Mai mit weniger Kosten bei Betrieb von Wärmepumpen und elektrischen Heizungen per Radiator rechnen.

Die Regierung hat sich mit Sozialdemokraten, Dänischer Volkspartei (DF), Radikaler Venstre und SF auf eine vorzeitige Senkung der bisherigen Abgaben auf Strom für Heizzwecke geeinigt. Damit können Haushalte und Unternehmen bereits ab 1. Mai mit weniger Kosten bei Betrieb von Wärmepumpen und elektrischen Heizungen per Radiator rechnen. Die Senkung war bisher erst ab 2019 vorgesehen.

Laut Steuerministerium entlastet die Senkung der Heizstromabgabe um 15 Öre pro Kilowattstunde Strom einen Haushalt mit Heizung per Wärmepumpe jährlich um durchschnittlich 650 Kronen. Wenn mit elektrischer Radiatorheizung die Räume aufgewärmt werden, ist die Einsparung noch größer. Hintergrund der Senkung der Stromheizabgabe ist der Umstand, dass die Stromerzeugung immer weniger mit Kohlendioxidausstoß verbunden ist, seitdem vor allem Windkraftanlagen bei der Stromerzeugung dominieren.

„Wir geben vielen dänischen Familien und Firmen eine Erleichterung in Form niedrigerer Stromrechnungen dieses Jahr“, so Steuerminister Karsten Lauritzen (Venstre). Insgesamt werden Steuern und Abgaben im Umfang von jährlich 220 Millionen Kronen gesenkt. Teil der Vereinbarungen der Regierung, DF, Sozialdemokraten, Radikalen und SF sind verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten für Unternehmen bei Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Bis 2026 wird die Absetzbarkeit der Beträge von derzeit 100 Prozent auf 110 Prozent heraufgesetzt. Lauritzen erhofft sich Anschub für Investitionen der Wirtschaft in Innovationen.

Bereitstellung von Mitteln für Projekte zur Energielagerung

Vereinbart wurde in Verbindung mit den Steuer- und Abgabensenkungen auch die Bereitstellung von Mitteln für Projekte zur Energielagerung. 130 Millionen Kronen werden dafür freigegeben.Hinzu kommen 45 Millionen Kronen für Küstenschutz und Naturschutzvorhaben. Mittel in gleicher Höhe gibt es für Lärmschutzvorhaben im Bereich der Straßen.

Die neue Absprache umfasst Beträge in Höhe von 440 Millionen Kronen. Dieser Betrag war ursprünglich für die Entwicklung von Wirtschaftsfonds vorgesehen. Diese Förderung war 2013 während der Regierungszeit von Sozialdemokraten, Radikalen und SF im Rahmen eines Wachstumsplanes vereinbart worden. Das Konzept konnte allerdings erst jetzt realisiert werden.

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